Nach den vergangenen Tagen voller unebener Strecken, gibt uns der Camino del Norte die Möglichkeit in der Region Terra Chá aufzuatmen. Die folgende Etappe ist absolutes Flachland. 

Weiter geht’s mit dem Camino del Norte!

Heute steht uns eine flache Wanderroute bevor. Dies lässt sich bereits sehr gut am Namen Terra Chá, zu Deutsch: Flachland, erkennen. Heute begleiten uns grüne Wiesen, interessante Landschaften und die Nationalstraße N-634.

Wenn Sie darüber nachdenken, den Jakobsweg ab Ribadesella zu machen, erzählen Sie uns von Ihren Plänen für den Jakobsweg und wir werden Sie kontaktieren, um Sie zu beraten.









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Reiseroute abschnitt Abadín – Vilalba

Diese Etappe hat eine Länge von 22,4 Kilometern und liegt zwischen 400 und 500 Höhenmetern, ist jedoch sehr flach bzw. hat geringe Unebenheiten. Der Großteil der Strecke besteht aus unbefestigten und asphaltierten Wegen, die entlang der N-634 liegen. 

Abadín (KM 0). Beginn des Abschnitts

Abadin

Praktische Hinweise für diesen Abschnitt: In diesem Abschnitt durchqueren Sie diverse Dörfer, von denen die meisten winzig sind. Buen Camino!

Wir passieren Abadín und folgen der Nationalstraße bis zu einer Ausfahrt auf der rechten Seite. Dort gelangen wir auf einen asphaltierten Weg. Wir laufen ca. einen Kilometer weiter und nehmen dann den grünbewachsenen Weg zu unserer Rechten. 

Auf dem Weg nach unten erreichen wir den Bach Abadín, den wir über eine Holzbrücke überqueren. Diese führt uns auf einen asphaltierten Weg, der uns wieder hinauf führt. 

Den Weg folgend, passieren wir die kleinen Dörfer Ponterroxal, O Rei und Candia. Wir überqueren dann den Fluss Arnela und erreichen Castromaior. 

Wir laufen immer weiter und sehen uns in zwei Situationen dazu gezwungen die A-8 zu unterqueren, um schließlich in Martiñán anzukommen (km 8,8). 

Martiñán (KM 8,8).

Martinan

Praktische Hinweise für diesen Abschnitt: Wenn Sie die Nacht in der Pilgerherberge von Vilalba verbringen, vergessen Sie nicht am Nachmittag das Zentrum zu besuchen. Es liegt nur 2 Kilometer entfernt. Buen Camino!

Überqueren Sie die Nationalstraße und folgen daraufhin für 700 Meter einem unbefestigten Weg. Dieser führt Sie zur schönen Brücke „Ponte Vella de Martiñán“, die Sie über den Fluss Batán bringt. 

Über weitestgehend unbefestigten Wegen mit hier und da ein wenig Asphalt, kehren wir auf Höhe der Kirche und des Friedhofs von Goiriz zurück auf die Nationalstraße (km 16,6). 

Folgen Sie dem Straßenverlauf für 200 Meter und biegen Sie dann rechts ab. Einen Kilometer später biegen Sie links auf einen asphaltierten Weg ab, der 300 Meter später zu einer Gabelung führt. 

Hier gehen wir weiter geradeaus und verlassen zu unserer Linken einen Weg, der zur Nationalstraße führt.

Nach Erreichen der Nationalstraße passieren wir rechts die Pilgerherberge. Der Stadteingang von Vilalba ist 1,2 Kilometer und das Zentrum zwei Kilometer entfernt.

Vilalba (KM 22,4). Ende des Abschnitts

Vilalba

Praktische Hinweise für diesen Abschnitt: Sollten Sie Probleme mit Ihren Sehnen oder Ihren Gelenken haben, empfehlen wir Ihnen einen Besuch im Alligal-Teich. Bis Morgen!

Einer der interessantesten Orte in Vilalba ist der Turm zu Ehren der Burg der Familie Andrade, die hier wie auch in anderen Orten ihre Spuren hinterlassen hat. Sie können auch die Kirche Santa María und das Museum für Prähistorik und Archäologie besuchen. 

In der Umgebung von Vilalba können Sie einen Flussweg, das Erholungsgebiet von La Madalena und die Bäder des Heilbads Alligal genießen.   

Anmerkungen abschnitt Abadín – Vilalba

Im Folgenden sind einige Bemerkungen zum heutigen Tag. 

Vorsichtsmassnahmen auf dem abschnitt

Die heutige Etappe bringt keine großen Schwierigkeiten mit sich. Die Route ist eben und es gibt wenige Straßenkreuzungen

Gastronomie abschnitt Abadín – Vilalba

Während des heutigen Tages können Sie folgende Gerichte und lokale Produkte der Region genießen: 

  • Käse aus San Simón
  • Kapaune von Vilalba (Kapaunemarkt)
  • Schweineschulter
  • Kartoffeln
  • Kapaune Eintopf

Dienstleistungen abschnitt Abadín – Vilalba

Lernen Sie die wichtigsten Dienstleistungen der medizinischen Versorgung, Cafés, Bankautomaten und Restaurants, die sich auf dem Abschnitt des nördlichen Weges befinden, kennen.

Dienstleistungen abschnitt Abadín - Vilalba

Karte von Abadín nach Vilalba

Rufen Sie die Karte mit der Strecke und den Orte, durch die der Abschnitt führt, auf.

Karte von Abadín nach Vilalba

Profil von Abadín nach Vilalba

Lernen Sie das Profil, die Höhe und den Schwierigkeitsgrad jedes Abschnitts kennen.

Profil von Abadín nach Vilalba

Sehenswürdigkeiten und aktivitäten auf dem abschnitt Abadín – Vilalba

Entlang der heutigen Route werden Sie verschiedenen interessanten Orten und Sehenswürdigkeiten begegnen. Im Folgenden stellen wir Ihnen Informationen dazu zur Verfügung. 

Kirche von Goiriz

Kirche von Goiriz

Die Kirche von Goiriz ist im ländlichen Barockstil erbaut, der in der Region Terra Chá sehr verbreitet ist. Der daneben liegende Friedhof wurde zu Beginn des 20. Jahrhundert gebaut. 

Die Pantheone dieser Ruhestätte sind von den Steinmetzen Romans aus Stein gebaut worden. Sie kombinierten den barocken und neugotischen Stil miteinander und bedienten sich letzterem, um die Spitzen der Säulen zu entwerfen. 

Vilalba

Vilalba ist eine Stadt mit fast 15.000 Einwohnern, eine der größten der Provinz Lugo, und gehört zur Region Terra Chá. 

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser historischen Stadt ist der Turm, der der Burg der Familie Andrade gewidmet ist. Es ist eine dieser Familien, die ihre Spuren in dieser Stadt hinterlassen hat.  

In der Gemeinde gibt es mehrere Brücken, darunter die Martiñán-Brücke über den Fluss Batán und die Saá-Brücke über den Fluss Labrada. Es gibt hier auch mehrere Kreuze. Wir empfehlen Ihnen ebenfalls die Kirche Santa María und das Museum für Prähistorik und Archäologie zu besuchen.

In der Umgebung der Stadt können Sie auch den Flussweg, das Erholungsgebiet La Madalena und die Bäder im Heilbad Alligal genießen.

Kirche Santa María

Die Pfarrkirche Santa María befindet sich auf dem gleichnamigen Platz von Vilalba und ist umgeben von typischen Gebäuden. Sie wurde auf einer anderen Kirche im romanischen Stil errichtet. 

Der Umbau der Kirche, dessen Ergebnis heute noch zu sehen ist, geht zurück auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde von Manuel Mato Vizoso durchgeführt. Im Inneren der Kirche befinden sich schöne Schnitzereien, wie die des Christus der Heiligen Beerdigung. 

Praktische Informationen:

Gottesdienstzeiten: Vom 01. Juli bis 31. August, werktags und am Vorabend (20 Uhr), feiertags (12 Uhr, 13 Uhr und 20 Uhr). Vom 01. September bis 30. Juni, werktags und am Vorabend (19:30 Uhr) feiertags (12 Uhr, 13 Uhr und 19:30 Uhr). 

Flussweg

Der Flussweg von Vilalba verläuft entlang des Flusses Madalena und befindet sich in der Nähe des Stadtzentrums. Der Spaziergang beginnt an der Mühle „Molino del Rañego“ auf der Straße, die nach Baamonde führt. Sie kommen an einem Fluss vorbei, der zum Strand hergerichtet wurde (auch Flussstrand genannt) und beenden den Spaziergang an der Brücke „Puente de los Ferreiro“.  

Auf dem Weg können Sie verschiedene Mühlen besichtigen, die ein Indiz dafür sind, wie wichtig der Getreideanbau in diesem Ort und generell in der Region Terra Chá war. In der Nähe des Flusses befindet sich eine Insel, auf der man einige der heimischen Baumarten finden kann. 

Am Ende dieser Route gibt es am Flussstrand einen Platz zum Picknicken und viele verschiedene Möglichkeiten um Freizeitaktivitäten nachzugehen. Darunter sind vor allem Schwimmen im Pool sowie im Fluss und Sportaktivitäten besonders hervorzuheben. 

Torre de los Andrade

Turm „Torre de los Andrade“

Der Turm „Torre de los Andrade“ ist das Einzige, was von der alten Burg übrig geblieben ist. Er wurde Anfang des 14. Jahrhunderts unter der Herrschaft von Ferdinand IV von Kastilien auf einer anderen Festung erbaut und musste im Laufe der Geschichte mehrmals wieder aufgebaut werden.  

Im Jahre 1341 wurde er bei der ersten Irmandiña-Revolte zerstört. Daraufhin wurde er zwar wieder aufgebaut, jedoch bei der zweiten Irmandiña-Revolte zwischen 1467 und 1469 erneut zerstört. Den Turm, den wir heute sehen können, stammt aus dem 15. Jahrhundert. 

Der Turm ist aus Schiefermauerwerk und hat einen Mauervorsprung. Das Auffälligste des Bauwerks ist seine achteckige Form. Heutzutage fungiert er als das Hotel Parador de Turismo. 

Erholungsgebiet La Madalena

Das Erholungsgebiet von La Madalena ist eine drei Hektar große Gartenfläche in der Nähe des Flusses. Hier findet man die typisch regionale Vegetation dieses Ortes und viele Möglichkeiten für die Ausübung verschiedenster Sportarten. 

In diesem Gebiet beginnt der Flusswanderweg, in dessen Nähe sich ein Wasserpark befindet. Darüber hinaus befinden sich in der Nähe die Kapelle „Capilla de la Madalena“ und einige Mühlen. 

Kulturhaus

Das Kulturhaus von Vilalba wurde im Jahre 1842 mit dem Ziel erbaut, es zum einen als Sitz des Rathauses zu nutzen und zum anderen als Gefängnis für die Karlistenpartei. Momentan dient das Gebäude als Ausstellungsort für Fotografien und Gemälde. 

Das Kreuz Cuatro Caminos

Das Kreuz Cuatro Caminos befindet sich im Zentrum des Ortes Vilalba. Es wurde im Jahr 1874 aus Granit gebaut. Am Kreuz kann man auf der Vorderseite eine Christusfigur und auf der Rückseite die Mater Dolorosa sehen. Jedes Jahr schmücken die Dorfbewohner das Kreuz mit Blumen, um das Fest Christi zu feiern.  

Museum der Prähistorik und Archäologie 

Das Museum der Prähistorik und Archäologie von Vilalba befindet sich in der Straße Domingo Goás und ist eine städtische öffentliche Stiftung. Der Zweck des Museums ist die Erforschung, Sammlung, Erhaltung und Verbreitung der Vorgeschichte und Geschichte Galiziens. 

Im Museum gibt es eine Dauerausstellung über die verschiedenen Kulturen, die sich in früheren Epochen im Nordosten der Iberischen Halbinsel angesiedelt haben, sowie zwei Galerien mit wechselnden Ausstellungen. 

Praktische Information:

Öffnungszeiten: Sonntags, montags und an Feiertagen geschlossen. Von dienstags bis samstags (von 11 Uhr bis 13 Uhr und von 17 Uhr bis 19:30 Uhr.)

Eintritt: frei

Alligal-Teich

Alligal-Teich von Vilalba

Der Alligal-Teich von Vilalba ist ein Heilbad, das von großartiger Natur umgeben ist. Das erste Becken wurde 1930 aus Stein gebaut. Das Becken hingegen, dass man heute sehen kann, ist viel größer mit 30 Meter Durchmesser und ist aus Beton gefertigt worden. 

Aus dem Boden dieser Heilbäder entspringt Quellwasser, das Kalziumhydrogencarbonat enthält und leicht mineralisiert ist. Es kann bis zu 23 Grad Celsius erreichen. Pro Minute strömen 1.200 Liter hindurch. 

Aufgrund dieser Eigenschaften kommen viele Menschen hierher, um ihre gesundheitlichen Probleme zu behandeln; insbesondere rheumatische Erkrankungen wie Arthrose oder Tendinitis und dermatologische Erkrankungen wie Dermatitis.

Der Teich ist der beliebteste in Galizien. Es kommen das ganze Jahr über Menschen, jedoch im Sommer die meisten. In der Nähe des Bads befindet sich seit 2006 ein Hotel, das als Spa dient und das mineralisch-medizinische Wasser der Quelle nutzt.

Brücken von Vilalba

Vilalba ist eine Gemeinde, die von mehreren Flüssen durchquert wird, so dass sie mehrere Brücken hat. Die wichtigsten sind Martiñán am Fluss Batán, und Saá am Fluss Labrada.

Die Brücke von Martiñán stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Saá-Brücke verbindet ihren ursprünglichen mittelalterlichen Stil mit einem modernen Stil. Sie besteht aus zwei Rundbögen und einem Dutzend Abflüssen, die in der Regenzeit Überschwemmungen verhindern.