Wie man den Jakobsweg ab Madrid läuft

Der Camino de Madrid ist eine Route, die in der spanischen Hauptstadt beginnt und bei der Kathedrale in Santiago de Compostela endet. Die Strecke umfasst ca. 600 Kilometer. 

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Der Jakobsweg ab Madrid führt durch Segovia, Valladolid und die Bergkette „Sierra de Guadarrama“. Die Strecke führt hinauf auf den Fuenfría-Pass, welcher den höchsten Punkt aller Routen des Jakobsweges der iberischen Halbinsel markiert (1.796 Höhenmeter).

Sollten Sie sich für eine kürzere Route interessieren, empfehlen wir Ihnen den letzten Abschnitt des französischen Weges, den Jakobsweg ab Sarria. Stellen Sie uns Details zu der Reise, die Sie gerne machen würden, bereit und wir organisieren sie für Sie.









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In Sahagún angekommen, treffen der Camino de Madrid und der Camino Francés aufeinander. Von dort sind es etwas mehr als 300 Kilometer bis zum Grabe des Apostels.

Im Folgenden erzählen wir Ihnen von den Etappen, die bis hin zur Vereinigung des Camino de Madrid mit dem Camino Francés führen. Ein Abschnitt, der den wenigsten bekannt ist, allerdings in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist.

Wo man den Camino de Madrid beginnt

Im Gegensatz zu anderen Jakobswegen, gibt es beim Camino de Madrid keinen offiziellen Startpunkt. Man kann diesen Weg von jedem Punkt der Stadt beginnen. 

Nichtsdestotrotz wählen die meisten Pilger die Kirche „Iglesia de Santiago“ als Start ihrer Pilgerung aus. Dieser Tempel befindet sich im historischen Kern der Stadt und wird als ältester Tempel zu Ehren des Apostels angesehen. 

Die erste Etappe ist 25,3 Kilometer lang und vereint das Zentrum Madrids mit Tres Cantos. Der Schwierigkeitsgrad des ersten Pilgertages ist niedrig. 

Die ersten Kilometer läuft man Richtung Norden an zahlreichen Straßen und Alleen der Stadt vorbei. In diesem Teil des Camino de Madrid kommt man an symbolträchtigen Orten der spanischen Hauptstadt vorbei, wie der Plaza de Cibeles und der Plaza de Castilla.

Sobald man die große Stadt hinter sich gelassen hat, geht es weiter auf offenem Felde. Zunächst entlang eines alten Viehweges und später parallel zu Zugschienen und einem Fahrradweg.

Etappe 2 des Camino de Madrid

Die zweite Etappe des Camino de Madrid führt von Tres Cantos bis Manzanares el Real. Ingesamt 25,3 Kilometer Strecke.

Am zweiten Tag auf dem Camino de Madrid kann man bereits die wunderschönen Landschaften der Sierra de Guadarrama genießen. An Wiesen und Waldflächen vorbei folgen Sie dann weiter Ihrem Kurs entlang des Tejada-Baches.

Die Etappe endet in Manzanares el Real. Diese prähistorische Stadt liegt am Fuße des Stausees Santillana, der vom Fluss Manzanares gespeist wird. Hier können Sie Höhlenmalereien und das Schloss besichtigen.

Von Manzanares el Real bis Cercedilla

20,4 Kilometer trennen Manzanares el Real und Cercedilla voneinander. Dort endet die dritte Etappe des Camino de Madrid. Der Schwierigkeitsgrad ist in etwa vergleichbar mit dem der vorigen Tage, da die Strecke relativ flach ist.

Die Route verläuft parallel zur Sierra de Guadarrama mit Blick auf den kuriosen Ort La Pedriza. Unterwegs finden Sie schöne Dörfer in den Bergen Madrids wie Mataelpino oder Navacerrada, die dafür bekannt sind, an der Radtour „La vuelta“ durch Spanien teilzunehmen.

Etappe 4: die Ankunft in Segovia

Die vierte Etappe des Camino de Madrid wird als eine der schwierigsten des gesamten Weges angesehen. Dieser Abschnitt führt über den Fuenfría-Pass, der sich in 1.796 Metern über dem Meeresspiegel befindet.

Der Aufstieg weist eine Steigung von 610 Metern auf, die nach und nach erklommen werden. Der Abstieg des Fuenfría-Pass ist sehr stark ausgeprägt und führt über 800 Meter.

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Der Aufwand lohnt sich, da Sie nach der harten Etappe die schöne Stadt Segovia erwartet. Auch wenn diese Stadt insbesondere für sein riesiges römisches Äquadukt bekannt ist, gibt es viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Calle Real, die Casa de los Picos, die Plaza Mayor und die Kathedrale. 

Etappe 5 des Camino de Madrid

Dieser Tag führt durch die nüchterne Landschaft Kastiliens. Bei dieser Etappe müssen Sie für die 33,3 Kilometer gewappnet sein, die Segovia de Santa María von Real de Nieva voneinader trennen.

Der Großteil der Ortschaften an denen Sie heute vorbei kommen bietet keine Dienstleistungen. Zusätzlich verfügt diese Strecke über so gut wie keinen Schatten

Sechste Etappe

Die sechste Etappe des Camino de Madrid endet in Coca. Sie besteht aus ca 22,2 Kilometern auf flacher Ebene

Die Route führt durch die Region Tierra de Pinares, eine Ebene, die den Norden der Provinz Segovia mit dem Süden von Valladolid verbindet. Auf dieser Etappe laufen Sie umgeben von Pinien und auf Sandwegen

Etappe 7: die Ankunft in Valladolid

Die Landschaft dieser Etappe ähnelt der vorigen sehr. Sie sind weiterhin umgeben von Pinien und den Wegen aus feinem Sand. 

Wie bereites bei der vorigen Etappe, ist der Abschnitt zwischen Coca und Alcazarén relativ verlassen. Auf den 24km Strecke werden Sie nur auf die Ortschaft Villeguillo treffen. Danach bleiben Ihnen noch 19 Kilometer bis zum Ende dieser Etappe.

Der Camino de Madrid (Etappe 8)

Die achte Etappe des Camino de Madrid verbindet Alcazarén mit Puente Duero. Sie ist 24,9km lang und besteht aus den für Kastillien und Leon typischen flachen Wegen. Da diese Etappe sehr einfach ist, nutzen viele Pilger die Gelegenheit Nachmittags die Stadt Valladolid zu besuchen, die sich in 13 km Entfernung befindet.

Etappe 9: von Puente Duero bis Peñaflor de Hornija

Auf den 27,9km zwischen Puente Duero und Peñaflor de Hornija trifft man auf diverse Gebäude mit hohem historischen Wert. In Simancas befindet sich die erste Sehenswürdigkeit. Sie können hier das Schloß besuchen, nachdem Sie die Brücke, die über den Fluss Pisuerga führt, überquert haben. 

TaSie werden auch in Wamba vorbeikommen. In diesem Ort können Sie einen arabischen Tempel des 10. Jahrhunderts und das größte Ossarium Spaniens besuchen, ein Ort, der von Schädeln und Oberschenkelknochen überflutet ist.

Die zehnte Etappe des Camino de Madrid

Am zehnten Tag des Camino de Madrid betreten Sie die Region Tierra de Campos, deren Landschaften Sie über Sahagún hinaus begleiten werden. Der Weg erstreckt sich über 24,3 km. 

Die heutige Wanderroute endet in Medina de Rioseco. Diese Stadt, auch bekannt als Ciudad de los Almirantes de Castilla, hat viele Sehenswürdigkeiten, wie die Kirchen Santa Cruz, Santa María de Mediavilla und Santiago.

Etappe 11: bis Cuenca de Campos

Die Etappe, die Medina de Rioseco und Cuenca de Campos verbindet hat eine Länge von 25,3km. Der erste Abschnitt verläuft entlang des größten spanischen Ingenieursmeisterwerks: dem Kanal von Castilla. 

Vorletzte Etappe des Camino de Madrid

Die vorletzte Etappe bevor der Camino de Madrid und der Camino Francés aufeinander treffen ist 21,6km lang. Sie endet in Santervás de Campos.

Der Tag führt durch typische Landschaften des tiefen Kastiliens. Die Felder dieses Teils Spaniens können von Grün oder Ocker dominiert werden, je nachdem, wann Sie den Camino de Madrid laufen.

Die Vereinigung vom Camino de Madrid und dem Camino Francés

Die Etappe, die den Camino de Madrid mit dem Camino Francés verbindet ist ziemlich kurz. Lediglich 19,2km liegen zwischen Santervás und Campos de Sahagún.

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Auf dem Weg verlässt man die Provinz von Valladolid und erreicht das Gebiet aus León. Sie werden attraktive Villen wie Grajal de Campos und den interessanten Palast passieren.

Wie man Santiago de Compostela erreicht 

Von Sahgún aus sind es noch einige Kilometer bis man in Santiago de Compostela ankommt. Es ist üblich, dass die Pilger ab hier dem Camino Francés folgen. Über diesen Link erfahren Sie mehr über die Etappen des Camino Francés.

Wenn Sie jedoch im Sommer pilgern und die letzten Kilometer des Camino Francés vermeiden wollen, haben Sie eine Vielzahl an Optionen:

• In León auf dem Camino del Salvador bis Oviedo laufen, bis Sie auf dem Camino Primitivo gelangen.
• In Ponferrada auf dem Camino de Invierno weiterlaufen.

Der Camino de Madrid auf dem Fahrrad

Im vorigen Abschnitt haben wir Ihnen die Etappen des Camino de Madrid aufgezeigt, wenn Sie sich für eine Pilgerung zu Fuß entscheiden. Wenn Sie jedoch den Camino de Madrid auf dem Fahrrad erleben möchten, können Sie sich an folgenden Etappen orientieren: 

  1. Madrid – Cercedilla (71 km)
  2. Cercedilla – Santa María de la Real de Nieva (64 km)
  3. Santa María de la Real de Nieva – Puente Duero (71,1 km)
  4. Puente Duero – Cuenca de Campos (77 km)
  5. Cuenca de Campos – Sahagún (40,8 km)

Beschilderung und Infrastruktur auf dem Camino de Madrid

Der Camino de Madrid ist korrekt beschildert und verfügt über eine gute Infrastruktur, um alles für Pilger notwendige besorgen zu können. Wie auch die anderen Routen des Jakobsweges ist der Weg auf dem Camino de Madrid durch Jakobsmuscheln und gelbe Pfeile markiert. 

Die beste Jahreszeit für diese Route

Wie wir Ihnen in unserem Artikel über die beste Jahreszeit für den Jakobsweg erzählt haben, hängt die beste Jahreszeit für Ihre Pilgerung von dem ab, was Sie auf dem Weg suchen. Es kann aber gesagt werden, dass ähnlich wie bei der Vía de la Plata, der Camino de Madrid nicht empfehlenswert für den Sommer ist

In den heißesten Monaten sind im Zentrum der Halbinsel Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad zu verzeichnen.  Sollten Sie sich also dazu entscheiden diese Route im Sommer zu laufen, empfehlen wir Ihnen unsere Tipps für Pilger, die die Vía de la Plata im Sommer laufen.

Wie bei allen Routen des Jakobsweges, ist der Camino de Madrid im Winter eine harte Herausforderung. Vor allem die ersten Etappen, bei denen man den Fuenfría-Bergpass erklimmt, wo Sie zu dieser Jahreszeit sehr wahrscheinlich Schnee finden werden. Nichtsdestotrotz bietet diese Jahreszeit erstaunliche Landschaften, die nur von den wenigsten gesehen werden. In unserem Blogeintrag über den Jakobsweg im Winter erfahren Sie mehr dazu.

Der Frühling und der Anfang des Herbstes sind die besten Jahreszeiten für den Camino de Madrid, wenn Sie bei angenehmen Temperaturen laufen möchten. Darüber hinaus ist der Camino Francés zu dieser Zeit recht gut frequentiert, jedoch noch nicht so überlaufen wie im Sommer. 

Haben Sie Lust den Camino de Madrid zu laufen?

Mit all den Informationen, die wir Ihnen in diesem Artikel zur Verfügung gestellt haben, können Sie Ihre Pilgerung von Madrid nach Santiago de Compostela planen. Wenn Sie dennoch auf eine auf den Jakobsweg spezialisierte Agentur vertrauen möchten, die Ihnen bei der Organisation Ihrer Reise behilflich ist, dann können Sie uns gerne kontaktieren. 

Sollten Sie es bevorzugen, können Sie uns auch hier einen Kommentar hinterlassen, oder uns auf unserer Facebookseite schreiben. Unser Team würde sich freuen Ihnen behilflich zu sein

Buen Camino!