Etappe 6
Estella - Los Arcos 21,3 Km
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Etappe 5
Etappe 7

Informationen Estella - Los Arcos

Nach dem Besuch in der mittelalterlichen Stadt Estella werden wir heute den Jakobsweg bis zu einem weiteren mittelalterlichen Ort, Los Arcos, fortsetzen. Diese Ortschaft ist sehr viel kleiner und deswegen wirst du auch mehr Zeit haben, um dich erholen zu können.

Lass uns den französischen Weg fortsetzen!

Der Jakobsweg hat uns bereits früh morgens Wasser und Wein zu bieten. Nach dem Aufstieg nach Villamayor werden wir bis nach Los Arcos über Olivenfelder und Weinberge kommen. Der Jakobsweg führt uns heute durch Weingebiete und verströmt überall eine Weinkultur aus.

Reiseroute Estella - Los Arcos

Der sechste Abschnitt des französischen Weges beschert uns 21 Kilometer auf einem Abschnitt mit wenigen Ortschaften und vielen Weinbergen. Die heutige Strecke ist einfach und die größte Herausforderung des Tagesmarschs wird der Aufstieg von Villamayor de Monjardín sein. Und nachdem wir diesen Punkt des Jakobsweges erreicht haben, garantieren wir dir, dass du die

Estella (Km. 0). Beginn des Abschnitts

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: In Ayegui gibt es eine Gaststätte, wo du frühstücken kannst, solltest du nicht bereits in Estella gefrühstückt haben. Wir sollten nämlich etwas im Magen haben, um den Wein kosten zu können, den uns der Jakobsweg ein paar Meter weiter zu bieten hat. Wir empfehlen dir außerdem, für einen Pilgerstock Pablo Sant Zudaire einen Besuch abzustatten. Buen Camino!

Wir verlassen diesen wunderschönen mittelalterlichen Ort auf den Straßen Calle de la Rúa und Calle San Nicolás und kommen auf unserem Weg am Königspalast von Navarra vorbei. Wir kommen an der Straße Calle Zalatambor aus und gehen bis zum Kreisverkehr weiter geradeaus. Nachdem wir an der Tankstelle vorbeigekommen sind, gehen wir leicht nach rechts, um Ayegui zu erreichen (km 2).

Ab Ayegui führt die traditionelle Strecke ab dem berühmten Weinbrunnen und dem Kloster von Irache hinunter. An dieser Stelle stehen uns zwei Möglichkeiten zur Auswahl, die traditionelle Route oder die Alternativroute. Für den traditionellen Weg biegen wir rechts ab und kommen an Ázqueta und Villamayor de Monjardín vorbei.

Diejenigen, die sich für die andere Strecke entscheiden, gehen geradeaus weiter und durchqueren ein Waldstück, das nicht stark besucht, jedoch gut ausgeschildert ist. Diese Strecke führt an Laderas de Montejurra und Luquin vorbei.

Die Alternativroute ist eine kleine Abkürzung, auf der man etwas weniger als einen Kilometer sparen kann. Da man hierbei jedoch nicht am Kloster von Irache vorbeikommt, macht es nur für diejenigen Sinn, die den Ort bereits kennen. Beide Wege laufen vor dem Ende des Abschnitts in Los Arcos wieder zusammen.

Auf der traditionellen Strecke werden wir die Landstraße N-111 überqueren und durch eine Gegend mit verschiedenen Serviceangeboten kommen, die sich zwischen dem Campingplatz und dem Ort Iratxe befindet (km 4). Über einen unterirdischen Gang kommen wir zu einem Weg, der von Feldern umgeben ist. Wir bleiben auf diesem Weg, bis er an der Landstraße von Igúzquiza endet.

Wir überqueren vorsichtig die Straße und setzen unseren Weg bis nach Ázqueta auf dem Weg fort, der auf der anderen Seite der Straße beginnt. In diesem Ort können wir Pablo Sanz Zudaire, bekannt als 'Pablito el de las Varas' (auf Deutsch: Pablito, der mit den Stöcken), einen Besuch abstatten. Es handelt sich um eine sagenumwobene Persönlichkeit auf dem Jakobsweg, da er den Pilgern, die ihn besuchen, seit 1986 Stöcke aus Haselnussholz bereitstellt.

Ázqueta (Km. 7,4)

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Auf diesem Abschnitt werden wir durch wenige Orte kommen. Deswegen ist es wichtig, den Brunnen an der Kreuzung der Landstraße von Urbiola zu nutzen, um uns mit ausreichend Wasser einzudecken. Auf dem Weg wirst du auch auf eine Bar auf Rädern treffen, jedoch nur in der Hochsaison.

Zum Schluss sollten wir noch anmerken, dass sich der Brunnen Fuente de los Moros hervorragend dafür eignet, sich hinzusetzen und nachzudenken, bevor man seinen Weg fortsetzt. Buen Camino!

In Ázqueta, nachdem wir an einigen Hallen vorbeigekommen sind, biegen wir links ab, um die Anstiege zwischen den Weinbergen zu umgehen. Neben dem Weg treffen wir auf den Brunnen Fuente de los Moros, eine Zisterne aus dem Mittelalter.

Wir folgen den Wegmarkierungen und erreichen schließlich Villamayor de Monjardín (km 9,2). Auf dem Gipfel von Monjardín kann man die Ruinen der Burg San Esteban de Deyo erkennen. In diesem Ort können wir die Kirche San Andrés besuchen.

Zwei Kilometer nach dem letzten Ort erreichen wir die Kreuzung der Landstraße von Urbiola (km 11,3) und wir begeben uns auf einen Straßenabschnitt, ohne dabei zwischendurch auf Ortschaften zu treffen.

Nachdem wir zwei Kilometer auf dieser monotonen und einsamen Straße entlang gegangen sind, treffen wir am Wegesrand auf eine Tafel mit einigen Texten von R. Ábrego. In ihnen wird beschrieben, dass in Rufweite des Jakobsweges der liberale General Domingo Moriones und seine Armee im Jahr 1873 gegen die Karlisten eine Niederlage einstecken mussten (km 13,3).

Los Arcos (Km. 21,2) Ende des Abschnitts

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: In Los Arcos wirst du alle Dienstleistungen vorfinden, die du brauchen wirst, um dich von dem heutigen Tagesmarsch zu erholen. Solltest du nach dem Weinbrunnen noch Lust auf mehr haben, empfehlen wir dir, einige der Weinkeller dieses Ortes zu besuchen. Bis morgen!

Nach etwa anderthalb Stunden kommen wir in Los Arcos an. Der Weg führt durch die Gegend von San Vicente und über die Straße Calle Mayor, um uns zum Platz dieses Ortes zu bringen, der über ein großes historisches Erbe verfügt.

Die Pilgerherbergen Santa María, San Lázaro und Santa Brígida haben schon viele Pilger gesehen, die wie wir heute Los Arcos als Zielort des Abschnitts ausgewählt haben.

Dieser kleine Ort lädt zu einem entspannten Nachmittag auf seinem Platz neben der Kirche Santa María ein. Dabei sollte ein Besuch des Rathauses, der Wallfahrtskirche San Blas, des Brunnens Fuente Cerrada und der Tore Portal de Castilla und Portal del Estanco nicht fehlen.

Du kannst den Nachmittag auch nutzen, um einige der nahegelegenen Weinkeller zu besuchen, wie etwa Bodegas Fernández de Arcaya, etwa 300 Meter von Los Arcos entfernt, oder Bodegas Alzania, 1.200 Meter entfernt.

Einige Pilger ziehen es vor, den heutigen Abschnitt bis Torres del Río fortzusetzen, neun Kilometer von Los Arcos entfernt. Wir ziehen jedoch Los Arcos vor, weil es ein größeres Serviceangebot gibt und ein zauberhafter Ort ist, um den Nachmittag zu verbringen.

Anmerkungen Estella - Los Arcos

Der heutige Abschnitt stellt uns vor keine großen Schwierigkeiten. Jedoch sind einige Abschnitte ziemlich kahl, weswegen es sich lohnt, bestimmte Vorkehrungen zu treffen. Im Folgenden werden wir dir einige Tipps geben, damit du die Etappe entspannt abschließen und die Gastronomie dieses Weingebietes genießen kannst.

Vorsichtsmassnahmen auf dem abschnitt Estella - Los Arcos

Sei auf den Streckenabschnitten, die parallel zur Landstraße N-111 verlaufen, besonders vorsichtig. Zu Hauptverkehrszeiten kann es zu einem dichten Verkehr kommen.

Denk daran, dass es zwischen Villamayor de Monjardín und dem Ort Los Arcos so gut wie kein Serviceangebot gibt. Bereite dich mit etwas zu essen und genug Wasser auf diesen über 10 Kilometer langen Abschnitt vor, insbesondere in den Sommermonaten. An Tagen mit viel Sonnenschein kann der Abschnitt in der Mittagszeit anstrengend werden, da es auf dem Weg keinen Schatten gibt.

Personen mit einer Behinderung wird empfohlen, den Abschnitt von Ázqueta bis Villamayor de Monjardín oder nach Los Arcos entlang der N-111 zurückzulegen.

Gastronomie Estella - Los Arcos

Bezüglich der Gastronomie dieses Abschnitts ist die wichtigste kulinarische Empfehlung zweifelsohne, die Weine der Bodegas Irache zu verkosten. Dazu kannst du einige der folgenden Gerichte der Region bestellen:

  • Käse aus der Region
  • Ein Teller mit Wurst aus Navarra
  • Merluza a la Koskera (Seehecht)
  • Rancho de Abadejo (Kabeljau)
  • Leche frita (Süßspeise)

Wenn du wirklich Süßes magst, solltest du auf jeden Fall die glasierten Kringel von San Blas probieren. Diese sind eine Spezialität in Los Arcos.

Sehenswürdigkeiten und aktivitäten auf dem abschnitt Estella - Los Arcos

Den Jakobsweg genießt man am besten, wenn man die Orte, die mittelalterlichen Bauwerke und die Legenden genießt, auf die man auf dem Weg trifft. Deswegen möchten wir dir hier einige Informationen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten bereitstellen, die du heute kennenlernen wirst.

Ayegui

Ayegui ist ein alter Kirchenbesitz, der seine eigene Verwaltung hat, obwohl er fast komplett zum Gebiet von Estella gehört. Die Gemeinde ist insgesamt 10 Quadratkilometer groß und beheimatet etwa 2.400 Personen.

Zu den erwähnenswertesten Bauwerken des Ortes gehören der Weinbrunnen, das Kloster von Irache und die Kirche San Martín. In diesem Dorf wurde außerdem Javier Martínez Aguinaga, ein Fußballspieler von Bayern München, geboren.

Weinbrunnen

Der Weinbrunnen (oder Brunnen von Irache) wurde 1991 von Bodegas Irache errichtet. Er wurde mit Quadersteinen gebaut und aus ihm fließt sowohl Wasser als auch Wein.

In dem Brunnen steht Folgendes geschrieben: A beber sin abusar te invitamos con agrado. Para poder llevar el vino ha de ser comprado" (auf Deutsch: Wir laden dich herzlich ein, zu trinken ohne es zu übertreiben. Um den Wein mitnehmen zu können, musst du ihn jedoch kaufen) und "Peregrino si quieres llegar a Santiago con fuerza y vitalidad de este gran vino echa un trago y brinda por la felicidad" (auf Deutsch: Pilger, wenn du mit Kraft und Lebensfreude in Santiago ankommen möchtest, trink einen Schluck von diesem Wein und stoß auf die Glückseligkeit an). Am Brunnen ist eine Kamera angebracht, die alle Pilger filmt, die sich dort erfrischen.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten: Jeden Tag geöffnet (8:00 bis 20:00 Uhr).

Kloster von Irache

Das Kloster von Irache stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde auf einem Tempel aus dem 8. Jahrhundert errichtet. Es weist einen eklektischen Stil auf, da das Bauwerk aus verschiedenen Gebäuden besteht, die zu unterschiedlichen Zeiten hinzugefügt wurden.

Es handelt sich um eine der ältesten Pilgerherbergen des französischen Weges und um einen der wichtigsten architektonischen Komplexe der autonomischen Gemeinschaft Navarra. Später wurde es der Sitz der ersten Universität von Navarra. Seit dem Jahr 1885 ist es verlassen.

Das Kloster hat einen Grundriss in Form des lateinischen Kreuzes, das zu drei halbkreisförmigen Apsiden zuläuft. Von ihnen sticht die mittlere Apsis hervor, die ein Gesims mit einer tierischen Verzierung vorweist.

Das Gebäude verfügt über drei Eingänge, zwei romanische Tore (das Tor von San Pedro und das Haupttor) und eine kleinere Tür mit Darstellungen des Erlösers und von Maria, bekannt als die “Reizende”.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten: Montags, dienstags und feiertags geschlossen. Mittwochs bis sonntags (10:00 bis 13:15 Uhr und 16:00 bis 19:00 Uhr).

Eintritt: Frei, jedoch müssen die Besuche im Voraus unter der +34 948 553 954 vereinbart werden.

Kirche San Martín

Der Tempel von San Martín liegt in Ayegui und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Gebäude wurde auf einem einzigen rechteckigen Schiff mit zwei Seitenkapellen im neoklassischen Stil gebaut.

In ihrem Inneren kann man einen romanischen Altaraufsatz aus dem 16. Jahrhundert, einen Christus am Kreuz im gotischen Stil aus dem Jahr 1400 und ein Heiligenbild der Jungfrau aus dem 14. Jahrhundert bewundern.

Ázqueta

Diese kleine Ortschaft hat etwas mehr als 50 Einwohner. In ihren Straßen kann man die Pfarrkirche San Pedro, die Kirche von Ázqueta, in der ihr Altaraufsatz hervorsticht, und das Gebäude neben der Kirche, das als Beispiel der Zivilarchitektur gilt, besuchen.

Fuente de los Moros

Der Brunnen Fuente de los Moros befindet sich in der Nähe von Villamayor de Monjardín. Dabei handelt es sich um eine gotische Zisterne, die im 12. Jahrhundert von den Muslimen gebaut wurde, daher auch sein Name. Danach wurde das Gebäude von den Christen eingenommen und 1991 wurde es von der Einrichtung Institución Príncipe de Viana restauriert.

Seine Konstruktion beruht auf einem rechteckigen Grundriss und seine Fassade besteht aus zwei Bogen, von wo aus man über eine breite aber steile Treppe zum Brunnen hinuntersteigt. Sein Dach besteht aus einem spitzen Tonnengewölbe.

In seinem Inneren findet man den idealen Ort, um sich zu entspannen. Aufgrund der Frische der Struktur und der Widerspiegelung seines Wassers an den Wänden stellt er für Dutzende von Pilgern, die jeden Tag an der Zisterne vorbeikommen, einen guten Ort dar, um sich auszuruhen.

Villamayor de Monjardín

Dieser kleine mittelalterlicher Ort in Navarra ist 13 Quadratkilometer groß und hat etwas mehr als 100 Einwohner. Aufgrund der vielen Städte in Spanien, die Villamayor heißen, wurde 1908 beschlossen, dass das Dorf den Namen des benachbarten Berges Montjardín seinem Namen anfügen sollte.

Man sagt, dass der Name des Berges von der Legende stammt, die besagt, dass unter der Burg San Esteban de Deyo, die sich oben auf dem Berg befindet, der König Sancho Garcés begraben liegt. Somit würde der Name von “Mons Garcini” stammen, was “Berg von Garcés” bedeutet. Andere Experten behaupten jedoch, dass der Name einfach von der Kombination aus “Monte” (Berg) und “Jardin” (Garten) stammt.

Wie dem auch sein, der Name dieses Ortes macht viel von sich reden, da es auch als Dorf der vier Lügen bekannt ist. Villamayor de Monjardín hat keine Villa, ist auch nicht groß und hat weder Nonnen noch einen Garten.

Neben der Burg San Esteban de Deyo kann man in diesem Ort auch die Kirche San Andrés und die Wallfahrtskirche San Esteban de Deyo oder Santa Cruz de Monjardín besuchen. Ein weiterer Reiz dieses Dorfes sind seine Weinberge und sein Weinkeller.

Burg San Esteban de Deyo

Die Burg San Esteban de Deyo, auch als Burg von Monjardín bekannt, liegt in dem oberen Teil von Villamayor, auf dem Berg Monjardín, und stammt aus dem 10. Jahrhundert.

Von der Mauer, die dieses Zivilgebäude umgab, gibt es noch die Mauern aus Sandstein. In ihrem Inneren befindet sich eine Zisterne, eine Wallfahrtskirche, die später gebaut wurde, und Überreste des Turms. Der Niedergang der Burg begann im Jahr 1512, nachdem Kastilien Navarra annektiert hatte.

Der Legende nach eroberte Sancho Garcés I. diese Festung, die in den Händen der arabischen Dynastie der Banu Qasi war, und bestieg im Jahr 905 den Thron. Dies führte zu dem Glauben, dass der Monarch unter der Festung begraben liegt.

Kirche San Andrés

Die Kirche San Andrés liegt in dem Ort Villamayor de Monjardín und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Dieser romanische Tempel hat im Laufe seiner Geschichte schon mehrere Umbauten durchlebt. Im 18. Jahrhundert wurde ihm ein Turm im Barockstil hinzugefügt. Danach, im Jahr 1973, hatte man mit einer langen Restauration begonnen, die erst 1984 abgeschlossen wurde.

Von dem Bauwerk stechen sein romanisches Tor und die Tür mit Eisenbeschlägen aus dem Mittelalter hervor. Jedoch befindet sich die wahre Reliquie der Kirche in ihrem Inneren, und zwar das silberne Kreuz. Dieser Schatz wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts in der Burg San Esteban de Deyo aufbewahrt. Danach wurde es zur Pfarrkirche des Dorfes gebracht.

Man sagt, dass es in der polnischen Kathedrale von Thorn eine Kopie des Kreuzes gibt. Dies lässt sich mit dem Besuch des Bischofs dieses besagten Ortes in Navarra erklären. Und zwar sah er das Kreuz und war stark von ihm beeindruckt.

Los Arcos

Los Arcos ist eine Gemeinde mit einer Fläche von 58 Quadratkilometern und etwas mehr als 1.100 Einwohnern. Der Ortskern weist einen mittelalterlichen Stil auf und besteht aus langen Straßen.

Einst war die Stadt durch eine Mauer gesichert, die für nachfolgende Konstruktionen verwendet wurde. Heutzutage zeugen das Portal del Estanco und das Portal de Castilla von dieser riesigen Festung.

Die Stadt war unter muslimischer Herrschaft, bis der König Sancho Garcés sie im 10. Jahrhundert wieder zurückeroberte. Der König Sancho VI. der Weise erteilte der Stadt 1175 das Sonderrecht. Diese Zeit war von Wohlstand geprägt und man begann mit dem Bau verschiedener Gebäude, wie etwa der Kirche Santa María.

In dem Ort kann man auch das Rathaus, die Wallfahrtskirche San Blas und den Brunnen Fuente Cerrada besuchen.

Kirche Santa María

Die enorme Kirche Santa María befindet sich mitten auf dem Platz des Ortes Los Arcos. Man begann Ende des 12. Jahrhunderts mit ihrem Bau, jedoch wurden bis zum 19. Jahrhundert an ihr Umbauten und Erweiterungen vorgenommen.

Aufgrund dieser langen Bauzeit handelt es sich um einen Tempel mit einem enormen architektonischen Wert. In dem Gebäude treffen eine Menge Baustile zusammen, wie etwa die Romanik, die Gotik, das Plateresk, der Barock und der Neoklassizismus.

Das Gebäude beruht auf einem Grundriss in Form des lateinischen Kreuzes und hat ein einziges Schiff, von dem der Turm aus vier Elementen und das Portal im Platereskenstil, beide aus dem 16. Jahrhundert, hervorstechen.

In ihrem Inneren gibt es einen Hauptaltaraufsatz mit dem gotischen Heiligenbild der Heiligen Maria von Los Arcos aus dem 17. Jahrhundert. Diese Jungfrau zeichnet sich dadurch aus, dass sie dunkelhäutig ist und blaue Augen hat. Der Kreuzgang im Stil der späten Gotik aus dem 16. Jahrhundert ist auch von großem Wert.

Es stechen noch weitere Reliquien hervor, wie etwa das Gestühl der Kanzel im manieristischen Stil und die Altäre der Jungfrau des Rosenkranzes, von Johannes dem Täufer, San Gregorio Ostiense und vom Heiligen Franz Xaver. Alle weisen eine Barockverzierung auf.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten: Jeden Tag geöffnet. Montags bis sonntags (17:30 bis 21:00 Uhr).

Rathaus

Das Rathaus von Los Arcos stammt aus dem Jahr 1764. Das Gebäude erinnert an ein Herrenhaus und der Baustil spiegelt den berühmten architektonischen Einfluss der Zeit wider, und zwar den Hofstil.

Eines der Dinge, die einem sofort ins Auge fallen, wenn wir vor der Fassade dieses Zivilgebäudes stehen, sind die auffallenden Wappen. Von ihnen sticht ein riesiges Wappen aus Stein, in Eisen eingerahmt, hervor, das sich über der mittleren Öffnung befindet und in dem die Waffen des Ortes dargestellt werden.

Es verleihen auch noch weitere Elemente diesem majestätischen Bauwerk eine starke Persönlichkeit, wie etwa Eisenbeschläge oder Öffnungen. Das Bauwerk verfügt über drei Stockwerke, von denen eines die Form einer Attika hat und niedrig ist. Der erste Stock wurde mit Quadersteinen gebaut, wohingegen der zweite Stock mit Ziegelsteinen gebaut wurde und mit Reihen aus Quadersteinen umrahmt wird.

Wallfahrtskirche San Blas

Die Wallfahrtskirche San Blas befindet sich nicht weit vom Zentrum von Los Arcos entfernt. Sie weist einen romanischen Architekturstil auf. Heute ist sie nach dem heiligen Blasius benannt, ursprünglich war sie dem heiligen Lazarus geweiht.

Man sagt, dass Theobald II., ein junger König von Navarra und Graf von Champagne und Blois, den Tempel, der zu der Zeit als Pilgerherberge diente, für zehn Dukaten abtrat. Diese Schenkung hielt er schriftlich in seinem Testament fest.

Fuente Cerrada

Der Brunnen Fuente Cerrada liegt im Ort Los Arcos, und zwar unter der Erde. Aufgrund dieser besonderen Begebenheit blieb er für viele Jahrhunderte unentdeckt. Er wurde zwar 1596 gebaut, jedoch wurde er erst kürzlich entdeckt.

Die Brunnenstruktur aus Mauerwerk kann man unversehrt gegenüber dem Kulturhaus des Dorfes bewundern. Nichtsdestotrotz musste der Brunnen aufgrund des Hochwassers des Flusses Odrón schon mehrmals ausgebessert werden.

Portal de Castilla

Das Portal de Castilla in Los Arcos war Teil der alten mittelalterlichen Stadtmauer. Im Jahr 1739 wurde es unter der Herrschaft von Philipp V. wieder aufgebaut.

Das Bauwerk aus Quadersteinen besteht aus zwei Elementen. Im unteren Teil sieht man einen Rundbogen und im oberen Teil kommen drei riesige Wappen mit Waffen zur Geltung. Drei Giebel runden das Bauwerk ab. Zwei von ihnen sind halbkreisförmig und der andere Giebel ist dreieckig.

Portal del Estanco

Das Portal del Estanco liegt im Nordwesten der Gemeinde Los Arcos und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Genauso wie das andere Portal des Ortes war das Portal del Estanco auch Teil der alten mittelalterlichen Mauer.

Es wurde mit Quadersteinen und Ziegelsteinen gebaut und verfügt über einen Rundbogen, der einst als Eingangstür zur gefestigten Stadt Los Arcos diente.

Dienstleistungen Estella - Los Arcos

Dienstleistungen des Abschnitts von Estella nach Los Arcos

Dienstleistungen des Abschnitts von Estella nach Los Arcos

Karte Estella - Los Arcos

Karte von Estella nach Los Arcos

Profil Estella - Los Arcos

Profil von Estella nach Los Arcos

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