Etappe 9
Nájera - Santo Domingo de la Calzada 20,7 Km
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Etappe 8
Etappe 10

Informationen Najera - Santo Domingo de la Calzada

Wir hoffen, dass du nach dem letzten langen Tagesmarsch Zeit hattest, dich zu erholen. Heute erwartet uns ein kurzer uns ziemlich ebener Abschnitt, sodass du im Laufe des Tages wieder zu Kräften kommen wirst, wenn du immer noch müde sein solltest.

Lass uns den französischen Weg fortsetzen!

Auf dem heutigen Tagesmarsch werden wir so langsam die Landschaften voller Weinberge hinter uns lassen und sehen, wie diese nach und nach den Getreidefeldern weichen. Diese Änderung der Landschaft deutet auf die Nähe zu Kastilien hin, obwohl wir erst morgen La Rioja verlassen werden.

Auf diesem Abschnitt haben wir die Möglichkeit, einen kleinen Umweg zu machen, auf dem wir zwei Klöster besuchen können, die zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Der Tag endet in “Santo Domingo de la Calzada donde cantó la gallina después de ser asada”.

Dabei handelt es sich aufgrund der Legende, die zu dieser bekannten Redensart führt, um eine unter den Pilgern des Jakobsweges bekannte Ortschaft.

Reiseroute Najera - Santo Domingo de la Calzada

Der heutige Abschnitt ist ein einfacher Abschnitt. Er ist nicht allzu lang und weist auch keine großen Höhenunterschiede auf.

Die größte Herausforderung ist ein fast zehn Kilometer langer Abschnitt ohne dazwischenliegende Orte, auf dem der Pilger in seine Gedanken vertieft langsam weiterwandern kann.

Nájera (Km. 0). Beginn des Abschnitts

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Zwischen Nájera und Azofra liegen nur 6 Kilometer, was eine anderthalbstündige Wanderung bedeutet. In beiden Orten kannst du frühstücken. Buen Camino!

Man kann auf schnellem Wege Nájera verlassen. Die Straße Calle del Mercado führt uns zum Kloster Santa María la Real, von wo wir uns auf die Straße Calle Costanilla begeben. Wir verlassen die Ortschaft auf einer tonartigen Straße.

Kurz danach kommen wir an einer Landwirtschaftshalle vorbei und überqueren den Bach Pozuelos o Valdecañas (km 1,8).

Auf Asphalt und später auf Erde kommen wir an einer asphaltierten Straße aus (km 3,8), die uns direkt nach Azofra führen wird, wo wir die Kirche Nuestra Señora de los Ángeles besuchen können.

Azofra (Km. 5,7)

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Auf den 9,3 Kilometern zwischen Azofra und Cirueña wird du auf keinen einzigen Ort treffen. Deck dich also mit Wasser und Essen ein, bevor du Azofra verlässt.

Bevor du Cirueña erreichst, kommst du an einem Ausflugslokal vorbei, wo du zu Mittag essen kannst. Buen Camino!

Wir durchqueren Azofra auf der Straße Calle Mayor und gehen bis zu einem Park weiter. Dort stehen uns zwei Möglichkeiten offen, dem traditionellen Weg bis nach Cirueña folgen oder einen Umweg bis nach San Millán de la Cogolla machen, um die Klöster Suso und Yuso, die zum Weltkulturerbe ernannt wurden, zu besuchen.

Sollten wir uns für einen Besuch in San Millán entscheiden, folgen wir der Landstraße LR-206 in Richtung Alesanco. Nach dem Besuch müssen wir einfach der Landstraße LR-204 nach Villar de Torres folgen, die kurz danach den Jakobsweg kreuzt.

Solltest du dich für den traditionellen Weg und gegen die Klöster entscheiden, gehen wir auf der Landstraße LR-206 weiter, um den Pilgerbrunnen zu erreichen, der sich etwas versteckt unterhalb der Landstraße befindet.

An dieser Stelle biegen wir links auf eine Straße ab, die uns zu einem Pranger (Steinsäule) aus dem 16. Jahrhundert führen wird. Diese Art von Bauwerken wurde verwendet, um den Verbrechern und Banditen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen (km 7,2).

Auf den nächsten Kilometern nähert sich der Jakobsweg gelegentlich der Landstraße N-120 und kreuzt die asphaltierte Straße von Alesanco (km 8,9).

Die Landschaft, von der wir auf diesem Abschnitt begleitet werden, ist durch Getreidefelder gekennzeichnet, die den Eintritt nach Kastilien ankündigen, obwohl wir erst morgen dort ankommen.

Auf diesen unbewohnten Kilometern kommen wir an einem Ausflugslokal (km 13) und kurz danach nahe einem Golfplatz sowie einer Wohnsiedlung vorbei, die am Stadtrand von Cirueña gebaut wurde, unserem nächsten Ort.

Cirueña (Km. 15)

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Der Abschnitt des französischen Weges führt nicht direkt durch diesen Ort, aber vielleicht ist es nach so vielen Kilometern ohne jegliche Zivilisation keine schlechte Idee, eine Pause zu machen. In dem Ort gibt es eine Gaststätte und eine Herberge. Buen Camino!

Außer wenn wir vom französischen Weg abkommen, werden wir nicht direkt durch Cirueña kommen. Die Strecke verläuft über die Straße Calle Barrio Bajero, die in einem kurzen Abschnitt auf der Landstraße endet, der uns schnell zu einem Landwirtschaftsweg führt.

Nach einer kleinen Erhebung können wir Santo Domingo de la Calzada erkennen. Bis dahin kommen wir an mehreren Lagern und Industriehallen vorbei (km 19,5). An der Zufahrtsstraße zum Ort betreten wir auf den Straßen Calle 12 de Mayo und Calle Mayor das Dorf.

Santo Domingo de la Calzada (Km. 21). Ende des Abschnitts

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Dieser Ort hat ein großes Serviceangebot zu bieten. Genieß ihn und entdecke die Legende, die um dieses Dorf kreist. Bis morgen!

Santo Domingo de la Calzada ist ein mythischer Ort auf dem Jakobsweg. Neben seinen zahlreichen Orten von kulturgeschichtlicher Bedeutung ist er bei den Pilgern auch für die Legende des Hahns und der Henne bekannt.

In dieser Ortschaft kannst du auf der Straße Calle Mayor spazieren gehen, wo du auf verschiedene Häuser von bekannten Persönlichkeiten treffen wirst, wie etwa das Haus von Lorenzo de Tejada, das vom Bürgermeister Martínez de Pisón oder das Haus Trastámara.

Das Haus von Márques de la Ensenada und der Palast des Staatssekretärs von Karl V. befinden sich nicht in dieser Straße, sind aber auch einen Besuch wert.

Auf den Plätzen Plaza del Santo und Plaza de España wirst du auch symbolträchtige Gebäude der Stadt vorfinden, wie etwa das Rathaus, das Haus der Laienbruderschaft El Santo, die Wallfahrtskirche Nuestra Señora de la Plaza und das ehemalige Pilgerhospital. Du kannst auch den Alameda-Platz besuchen.

Weitere religiöse Bauwerke, die du im Ort besuchen kannst, sind unter anderem das Kloster San Francisco und die Wallfahrtskirche Mesa del Santo.

Solltest du noch Kraft haben, um die zwei Kilometer zurückzulegen, die zwischen Santo Domingo de la Calzada und Sonsoto liegen, kannst du auch die Wallfahrtskirche Virgen de la Abejas besichtigen.

Im Dorf gibt es auch ein Informationszentrum zum Jakobsweg und die Alleen Paseo de la Carreta und Paseo del Espolón.

Anmerkungen Najera - Santo Domingo de la Calzada 

Der heutige Tagesmarsch weist keine großen Schwierigkeiten auf und es wird unsere letzte Chance sein, die Küche von La Rioja zu probieren.

Vorsichtsmassnahmen auf dem abschnitt Najera - Santo Domingo de la Calzada

Die Hauptschwierigkeit besteht heute in der Entfernung zwischen Azofra und Cirueña, ein fast komplett ebener Abschnitt, jedoch ohne dazwischenliegende Orte. Deswegen ist es wichtig, dass man sich mit genügend Wasser und Essen eindeckt, bevor man diesen Abschnitt in Angriff nimmt.

Für Personen mit einer eingeschränkten Mobilität kann der kleine Anstieg nach Cirueña gewisse Schwierigkeiten mit sich bringen. Eine Alternative wäre die Landstraße N-120.

Gastronomie Najera - Santo Domingo de la Calzada

Solltest du immer noch nicht die Küche von La Rioja probiert haben, solltest du die heutige Gelegenheit nicht ungenutzt lassen, da wir morgen La Rioja verlassen und Kastilien betreten werden. Im Folgenden haben wir einige Empfehlungen aufgelistet:

  • Kartoffeln à la Riojana, ein Lokalgericht in der gesamten Region

  • Kichererbsen mit Fleisch und Gemüse, ein Lokalgericht in Santo Domingo de la Calzada. Das Gericht wurde zu Ehren der Großzügigkeit des Schutzheiligen des Ortes kreiert.

  • Ahorcaditos, Gebäck gefüllt mit einer Mandelcreme, typisch für Santo Domingo de la Calzada. Sie werden nur in der Konditorei Isidro verkauft, da sie die einzige ist, die Genehmigung hat, diese herzustellen.

Sehenswürdigkeiten und aktivitäten auf dem abschnitt Najera - Santo Domingo de la Calzada

Obwohl wir auf dem heutigen Abschnitt nur an wenigen Orten vorbeikommen, führt der Weg an verschiedenen Kirchen vorbei und endet in Santo Domingo de la Calzada, wo uns seine Kathedrale und verschiedene öffentliche Gebäude sowie die berühmte Legende des Hahns und der Henne erwarten.

Im Folgenden führen wir jeden Ort im Einzelnen auf.

Azofra

Azofra ist ein Ort mit 200 Einwohnern und liegt im Tal des Flusses Tuerto. Seine mit Adelswappen verzierten Häuser sind auf der Straße Calle Mayor verteilt. Die Kleinstadt ist hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt und Pilger aller Epochen sind durch ihre Straßen gegangen, um nach Santiago de Compostela zu gelangen.

Ein Beleg für die lange Jakobstradition sind das Pilgerhospital und der Pilgerfriedhof, die es seit 1168 gibt. Im Dorf kann man die Kirche Nuestra Señora de los Ángeles besuchen.

Kirche Nuestra Señora de los Ángeles

Die Kirche Nuestra Señora de los Ángeles liegt in Azofra, direkt am Jakobsweg, und wurde im 16. und 18. Jahrhundert mit Quader- und Werksteinen gebaut.

Sie besteht aus einem Schiff, das in drei Abschnitte aufgeteilt ist und in einer achteckigen Kopfseite endet. Neben der Kirche befindet sich ein Turm, der in drei Etagen unterteilt ist und mit Quadersteinen und Zinnen errichtet wurde.

In ihrem Inneren sticht der Hauptaltar aus drei Teilen und mit einer Attika hervor.

Dort befindet sich die Statue des Apostels Jakobus sowie die Heiligenbilder von Josef von Nazareth, Rochus von Montpellier, Maria Magdalena, Petrus und Paulus, Bonaventura und Antonius von Padua

Die Klöster Suso und Yuso

Die Klöster Suso und Yuso befinden sich auf dem Gipfel des Berges San Lorenzo in San Millán de la Cogolla.

Sie sind auch als Kloster San Millán bekannt. Es handelt sich jedoch um zwei Gebäude, die unabhängig voneinander verwaltet werden. Beide wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Das Kloster Suso ist das weiter oben gelegene Gebäude und stammt aus dem 6. Jahrhundert. Danach wurde es mehrmals vergrößert, wodurch sich die verschiedenen architektonischen Stile erklären lassen, wie etwa der westgotische, mozarabische und der romanische Stil.

Was bei diesem Kloster am meisten hervorsticht, ist die große Sammlung von Handschriften und Kodexen, wie etwa die Bibel von Quiso aus dem Jahr 664, der Kodex Emilianse der Konzile von 992 oder eine Kopie der Apokalypse.

Das Kloster Yuso wurde als Erweiterung des Klosters Suso erbaut. Es wurde im 11. Jahrhundert errichtet und im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut, weswegen Renaissance- und Barockelemente kombiniert werden.

In seinem Inneren stechen die Gemälde von Juan Rizzi sowie Kästchen aus Gold und Elfenbein hervor, die als Reliquien des Heiligen Millán aufbewahrt werden. Die Räumlichkeiten der Bibliothek und das Archiv gehören zu den besten des Landes.

Dort wird das Evangelium von Jerónimo Nadal aus dem Jahr 1595 aufbewahrt, bei dem die vielfarbigen Seiten hervorstechen.

Santo Domingo de la Calzada

Dieser Ort mit 6.520 Einwohnern wurde 1044 von Santo Domingo gegründet, der die Brücke, auf der die Pilger den Fluss Oja überqueren konnten, sowie die Straße zwischen Nájera und Redecilla baute. Daher der Name dieses bekannten Dorfes.

Das symbolträchtigste Gebäude dieses Ortes ist die Kathedrale, die sich über dem Grab von Santo Domingo erhebt. Im Inneren der Kathedrale wohnen ein Hahn und eine Henne in Erinnerung an die Legende, die dieses Dorf auf dem Jakobsweg berühmt machte.

Im Touristenhotel werden mehrere Elemente des ehemaligen Pilgerhospitals, das von Santo Domingo gebaut wurde, aufbewahrt.

Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada

Die Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada wurde im Jahr 1158 gebaut, um die sterblichen Überreste von Santo Domingo de la Calzada, der 1109 verstarb, aufzubewahren.

Der Tempel wurde in einem spätrömischen Stil errichtet, den man an ihrer Kopfseite und anhand des allgemeinen Grundrisses wahrnehmen kann.

Von der Struktur des Tempels sticht die Kopfseite hervor, an der ein Chorumgang den Altarraum und drei Kapellenkränze, von denen lediglich die mittlere erhalten ist, umgibt.

Es fallen mehrere Kapitellen des Chorumgangs mit einer figürlichen Verzierung sowie die vier dekorierten Pilaster, die zum Altarraum führen, ins Auge.

Der Turm der Kathedrale ist von der Hauptstruktur des Gebäudes getrennt. Er wurde bedeutend später gebaut, und zwar zwischen 1767 und 1769. Dieses prächtige Bauwerk kann dem Barockstil zugeschrieben werden und ist siebzig Meter hoch.

Somit kann man ihn auch in mehreren Kilometern Entfernung sehen und die Pilger können ihn erkennen, sobald sie Cirueña hinter sich lassen.

Um den Turm betreten zu können, muss man zwar Eintritt bezahlen. Dafür wird man aber mit unglaublichen Aussichten belohnt.

In ihrem Inneren sticht der Hauptaltaraufsatz in einem Seitenschiff der Kathedrale hervor. Es handelt sich um ein Meisterwerk der Renaissance, das Damián Forment zugeschrieben werden kann, der das Werk zwischen 1537 und 1540 meißelte.

Auf dem Altaraufsatz kann man mehrere Lebensabschnitte von Jesus und verschiedene Heilige und Apostel bewundern.

Ein weiteres Element, das im Inneren der Kathedrale auffällt, ist die Kanzel im Platereskenstil, die im Jahr 1520 errichtet wurde.

Jedoch ist eines der wichtigsten Elemente aufgrund seines historischen und künstlerischen Wertes zweifelsohne das Grab von Santo Domingo de la Calzada.

In der Grabstätte kann der Zusammenfluss von verschiedenen Stilen bewundert werden, da sie aus drei verschiedenen Sarkophagen besteht. Der Grabstein kann dem romanischen Stil zugeschrieben werden und enthält eine Abbildung des liegenden Heiligen.

Dann gibt es den gotischen Tisch mit einer Darstellung der Wunder des Heiligen und der Schrein im spätgotischen Stil.

Den Besuchern fallen besonders der Hahn und die Henne ins Auge, die in einer Nische im Inneren der Kathedrale leben und den Eingang zum Tempel dominieren.

Diese Tiere erinnern an die Legende, die sich in dem Ort ereignete und stellt eine wahre Attraktion dar, sowohl für die Einheimischen als auch für die Besucher, da es nichts Ungewöhnliches ist, dass die Tiere während einer Messe anfangen, zu singen.

Praktische Informationen:

Öffnungszeiten: Jeden Tag geöffnet. Im Winter, montags bis freitags (10:00 bis 19:30 Uhr), samstags (10:00 bis 19:30 Uhr) und sonntags (10:00 bis 12:20 Uhr und 13:45 bis 19:10 Uhr). Im Sommer, montags bis freitags (9:00 bis 20:00 Uhr), samstags (10:00 bis 19:10 Uhr) und sonntags (10:00 bis 12:20 Uhr und 13:45 bis 19:10 Uhr).

Rathaus

Das Gebäude, in dem heute das Rathaus von Santo Domingo de la Calzada ihren Sitz hat, hat der Entscheidung Anfang des 18. Jahrhunderts, dass der Rathaussaal vom Platz Plaza del Santo zum oberen Teil der Säulenhallen des Platzes Plaza de España verlegt werden sollte, seinen Ursprung zu verdanken.

Nach seinem Bau wurde das Gebäude mehrmals vergrößert, was das Gebäude hervorrief, das wir heutzutage sehen können. Es gehört zum Barockstil und besteht aus einem rechteckigen Grundriss mit zwei Stockwerken.

Der zentrale Teil endet in einem Rundbogen mit einer detaillierten Verzierung, der zur einzigen Tür der Stadtmauer, die noch bewahrt ist, geht. Im Hauptstockwerk gibt es einen Balkon, der zwei Öffnungen verbindet, die von einem Fresko umgeben sind.

Im oberen Teil des Hauptgeschosses kann man einen Glockengiebel erkennen, auf dem das Wappen von Philipp V. abgebildet ist.

Darüber gibt es einen Giebel, der von der Göttin Fama dominiert wird. Wenn man sich dem Komplex nähert, kann man die zwei Ziergiebel erkennen, die die Wappen der Stadt halten.

Haus der Laienbruderschaft El Santo

Das Haus der Laienbruderschaft El Santo liegt in der Straße Calle Mayor in Santo Domingo de la Calzada und stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Es wurde von der Familie Samaniego im Renaissancestil gebaut. Im 18. Jahrhundert wurde es vom Markgrafen von Cirueña umgebaut.

Im Jahr 1968 begann das Gebäude seinen Betrieb als Pilgerherberge und war gleichzeitig der Sitz der Laienbruderschaft El Santo, eine der ältesten des Jakobsweges. Das Haus diente außerdem als Unterkunft für die weißen Hähne und Hennen, die zum Hühnerstall der Kathedrale gehören.

Praktische Informationen:

Öffnungszeiten: Jeden Tag geöffnet. März bis Oktober (11:30 bis 22:00 Uhr) und November bis Februar (13:00 bis 21:00 Uhr).

Haus des Bürgermeisters Martínez de Pinsón

Das Haus des Bürgermeisters Martínez de Pisón befindet sich am letzten Abschnitt der Straße Calle Mayor in Santo Domingo de la Calzada. Das Gebäude wurde 1633 im Barockstil errichtet.

Hinter der Diele befindet sich eine breite Treppe, über die man zur ersten Etage kommt. Früher war sie mit einer Kuppel bedeckt.

Sie wurde jedoch bei einem Brand zerstört. Am meisten sticht das Wohnzimmer hervor, das die gesamte Vorderseite einnimmt und über drei Balkone verfügt, die zur Straße liegen.

Das Haus von Marqués de la Ensenada

Das Haus von Marqués de la Ensenada liegt in der Straße Camino Número 7 in Santo Domingo de la Calzada. Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert im Barockstil errichtet.

Der Besitzer des Hauses, der Markgraf de la Ensenada war ein bekannter Politiker von La Rioja, der 1702 im Nachbarort Hervías geboren wurde.

Am meisten stechen die Wappen, das Malteser- und Calatrava-Kreuz sowie die verschiedenen Militär- und Marinewahrzeichen hervor.

Informationszentrum des Jakobsweges

Das Informationszentrum des Jakobsweges in Santo Domingo de la Calzada bietet mittels der Verwendung von audiovisuellen Technologien, Simulatoren, Geräuscheffekten, Spiegelbildschirmen, Animationen usw. eine animierte Wanderung auf dem Jakobsweg an.

Praktische Informationen:

Öffnungszeiten: Zwischen Mai und November täglich geöffnet (10:00 bis 14:00 Uhr und 16:00 bis 19:00 Uhr) und zwischen November und Mai dienstags bis freitags geöffnet (10:00 bis 14:00 Uhr), samstags (16:00 bis 19:00 Uhr) und sonntags (10:00 bis 14:00 Uhr).

Wallfahrtskirche Mesa del Santo

Die Wallfahrtskirche Mesa del Santo liegt in Santo Domingo de la Calzada und stammt aus dem Jahr 1890. Als Folge einer privaten Spende wurde die Wallfahrtskirche auf dem Gemeindegrundstück Dehesa del Santo, die nach dem Unabhängigkeitskrieg verkauft wurden, gebaut.

Wallfahrtskirche Nuestra Señora de la Plaza

Die Wallfahrtskirche Nuestra Señora de la Plaza liegt an der Südseite des Platzes Plaza del Santo in Santo Domingo de la Calzada. Die Wallfahrtskirche wurde im Laufe der Geschichte sehr langsam fertiggestellt.

Im Jahr 1428 zogen die Steinmetze Sancho und Pedro Gil zwei Mauern hoch und änderten die Lage der Fassade. Danach, im Jahr 1527 fügte der Baumeister Hernando die Türen und der Steinmetz Yñigo die Dächer hinzu.

So wurde die Kirche nach und nach gebaut, bis sie im Jahr 1710 mit ihrem heutigen Aussehen fertiggestellt wurden.

Im Laufe der Geschichte wurde die Wallfahrtskirche auf unterschiedliche Weise genutzt. Zunächst war sie das Zuhause der Zisterziensernonnen und danach der Sitz der Laienbruderschaft El Santo.

Praktische Informationen:

Gottesdienstzeiten: Es werden täglich Messen abgehalten. Montags bis freitags (9:30 und 20:00 Uhr), samstags (9:00 Uhr) und sonntags und feiertags (11:00 und 20:00 Uhr).

Wallfahrtskirche El Puente

Die Wallfahrtskirche El Puente befindet sich in Santo Domingo de la Calzada und stammt aus dem Jahr 1917. Der Tempel kann dem neoromanischen Stil zugeschrieben werden und wurde nach einer Privatspende zu Ehren des Heiligen gebaut.

Die Kirche wurde auf einem rechteckigen Grundriss errichtet. Die Mauern bestehen aus Quader- und Ziegelsteinen und die Kirche verfügt über ein Giebeldach, das in einem Glockengiebel endet.

Stadtmauer von Santo Domingo de la Calzada

Die Stadtmauer von Santo Domingo de la Calzada ist die wichtigste von ganz La Rioja. Im 13. Jahrhundert wurde der erste Weiler gebildet, der sich vom Barrio Viejo bis zum Barrio Nuevo erstreckte, einschließlich der Straße Calle Mayor.

Danach, im 14. Jahrhundert, begann man mit dem Bau der Mauer, die wir heute sehen können und die der Verteidigung dient. In der Blütezeit bestand die Mauer aus 34 12 Meter hohen Festungstürmen und sie war 1670 Meter lang.

An der Mauer entlang wurden die Eingänge in die Stadt verteilt. Zu Friedenszeiten gab es bis zu sieben Eingänge. In Kriegszeiten nahm die Zahl ab. Aufgrund dieser Schwankungen wurde die Mauer bis ins 19. Jahrhundert stetig verändert.

Grüner Weg des Flusses Oja

Der grüne Weg des Flusses Oja ist eine stillgelegte Eisenbahnstrecke, die durch Santo Domingo de la Calzada führt und zwischen 1956 und 1964 die Orte Haro und Ezcaray verband.

Im Jahr 1996 wurde die Strecke von der spanischen Eisenbahnstiftung auf den aktuellen Namen umgetauft und nahm seinen Betrieb zwischen Santo Domingo de la Calzada und Ezcaray auf.

Im Jahr 2012 fügte der Verband Federación Riojana de Montañismo innerhalb der GR-93 eine 14 Kilometer lange Strecke hinzu und nannte sie “Sierras de La Rioja”.

Es handelt sich um einen Bergwanderweg, der auf einer Strecke von 190 Kilometern verläuft, von Santo Domingo de la Calzada bis nach Valverde.

Der Abschnitt bis nach Ezcaray ist ein Feldweg, der so gut wie flach und leicht zugänglich ist. Deswegen wird er von den Einheimischen regelmäßig zum Wandern oder Fahrradfahren genutzt.

Palast des Staatssekretärs von Karl V.

Der Palast des Staatssekretärs von Karl V. liegt in der Straße Calle del Cristo in Santo Domingo de la Calzada. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1544 und ähnelt einem Palais. Heutzutage befindet sich in dem Gebäude die Schule Colegio Sagrados Corazones.

Paseo de la Carreta

Der Paseo de la Carreta in Santo Domingo de la Calzada wurde 1783 errichtet. Es handelt sich um einen Schotterweg mit Grünflächen, der entlang der Kreisstraße nach Harro verläuft.

Auf der Allee auf dem Abschnitt zwischen dem Rathaus und der Wallfahrtskirche Mesa de Santo kann man viele verschiedene Bäume entdecken, insbesondere Kastanien. Seit dem Jahr 2011 verfügt die Allee auch über den Parque IX Centenario.

Paseo del Espolón

Der Paseo del Espolón erstreckt sich über das Zentrum von Santo Domingo de la Calzada und trennt die Altstadt vom Stadtrand. Im 18. Jahrhundert wurde er so umgestaltet, wie man ihn heute vor sich hat. Hierbei herrscht der illustrierte Stil vor.

Am Anfang der Allee gibt es zwei Reihen mit Bananenstauden, die dem Weg im Sommer Schatten schenken. Auf dem Fliesenboden der Promenade wird der Jakobsweg nachgeahmt, einschließlich der Namen aller Orte, durch die der französische Weg führt.

Plaza de España

Der Plaza de España liegt hinter der Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada und gilt als der Hauptplatz der Stadt. Im Mittelalter wurde dieser Ort, der sich außerhalb der Stadtmauern befand, genutzt, um im Weiler einen Markt zu errichten.

Nach der Erweiterung der Mauer im Jahr 1367 lag der Platz schließlich im befestigten Teil und war somit geschützt.

Im Laufe der Zeit gewann der Platz dank der Ansiedlung von öffentlichen Gebäuden, wie das Rathaus, an Bedeutung. Heutzutage wird der Ort wieder vermehrt auf gleiche Weise wie früher genutzt.

Und zwar findet dort der Mittelaltermarkt und die Theaterdarstellung “Los Milagros del Santo” statt.

Plaza de la Alameda

Der Alameda-Platz in Santo Domingo de la Calzada bildete sich ab dem 16. Jahrhundert. Da es der letzte Platz war, der gebaut wurde, war er als neuer Platz bekannt.

Auf dem Platz wachsen Steineichen und man kann dort das Wappen der Stadt bewundern, auf dem eine Sichel eine Steineiche beschneidet. Das Wappen erinnert an den alten Steineichenwald, in dessen Mitte die Stadt errichtet wurde.

Heute stellt der Platz ein Freizeitort dar, der normalerweise voller Pilger ist, da sich dort sowohl das Haus der Laienbruderschaft El Santo als auch die Pilgerherberge befinden.

Haus Trastámara

Das Haus Trastáma befindet sich in der Straße Calle Mayor in Santo Domingo de la Calzada, direkt am Jakobsweg. Im Jahr 1983 wurde es zum historischen Denkmal ernannt.

Es verdankt seinen Namen dem Monarchen Enrique de Trastámara, dessen Hauptsitz es war und wo er 1379 starb. Seit 2010 befindet sich in diesem Gebäude die Gemeindebibliothek.

Plaza del Santo und das ehemalige Pilgerhospital

Der Platz Plaza del Santo liegt gegenüber der Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada, mitten in der Altstadt. Auf diesem Platz befinden sich einige der wichtigsten Einrichtungen der Stadt, wie die Kathedrale, das Pilgerhospital und das Gefängnis.

Das ehemalige Pilgerhospital wurde in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts auf Wunsch des Heiligen gebaut, der mit seinen eigenen Händen das Holz sägte, das für den Bau verwendet wurde.

Bis 1840 erfüllte das Gebäude seine Funktion. Danach wurde das Pilgerhospital ins Kloster San Francisco verlegt.

Seitdem, war das Gebäude das Zuhause von verschiedenen Familien und der Laienbruderschaft El Santo. Im Jahr 1965 wurde es nach einer umfassenden Renovierung zu einem Touristenhotel.

Wallfahrtskirche Virgen de las Abejas

Die Wallfahrtskirche Virgen de la Abejas liegt zwei Kilometer von Santo Domingo de la Calzada entfernt, und war im Ort Sonsoto. Der Tempel ist von Bäumen und kleinen Bächen umgeben. Direkt daneben liegt ein Ausflugslokal.

Im Jahr 1763 brannte es im Tempel und das Dach, die Türen und die Heiligenbilder wurden zerstört. Ein Jahr danach wurde sie komplett wieder aufgebaut.

Kloster San Francisco

Das Kloster San Francisco von Santo Domingo de la Calzada wurde im Jahr 1535 im Auftrag des Erzbischofes von Zaragoza, Fray Bernardo de Fresneda, gebaut.

In seinem Inneren gibt es eine Kirche, die mit ihrer Vierung hervorsticht, wo sich das Grab des Gründers befindet.

Das Hospital des Heiligen befindet sich auch im Inneren des Klosters und wird vom Frauenorden Töchter der christlichen Liebe geführt. Im Jahr 1840 wurde in Folge der Desamortisation von Mendizábal die Hilfe von Kranken und Armen hierhin verlegt.

Heutzutage beherbergt das Kloster ein diözesanes Atelier zur Restauration von Kunstwerken, ein Krankenhaus und ein Touristenhotel.

Legende des Hahns und der Henne

Der Legende von Santo Domingo de la Calzada nach wollte im 14. Jahrhundert eine kleine Familie deutschen Ursprungs nach Santiago de Compostela pilgern. Die Familie bestand aus dem Vater, der Mutter und ihrem Sohn Hugonell, der zu dieser Zeit um die 18 Jahr alt war.

Als die Familie in Santo Domingo de la Calzada ankam, übernachtete sie in einem Gasthof des Dorfes, in dem eine junge Frau bediente, dich sich sofort in Hugonell verliebte, als sie ihn zum ersten Mal sah.

Allerdings empfand der junge Deutsche nicht das Gleiche für sie und wies sie noch am gleichen Abend ab.

Die junge Frau entschied sich aufgrund des Schams, abgewiesen worden zu sein, sich an Hugonell zu rächen. Sie steckte ihm einen Silberkelch in die Hirtentasche und beschuldigte ihn des Diebstahls.

Am nächsten Morgen, als die deutsche Familie sich wieder auf dem Weg machen wollte, erschien die lokale Polizei im Gasthof und verlangte, den Besitz des jungen Mannes, der des Diebstahls beschuldigt wurde, durchzusehen.

Als sie die Hirtentasche durchsuchten, fanden sie den Silberkelch, den die junge Frau am Abend zuvor versteckt hatte. Der junge Mann wurde offiziell des Diebstahls beschuldigt und zum Tod durch den Strang verurteilt, was zu dieser Zeit die Strafe für Diebe war.

Die verzweifelten Eltern wussten nicht, was sie machen sollten, und beteten mit der Zuversicht, dass er sie nicht enttäuschen würde, zum Apostel Jakobus. Allerdings wurde die von der Justiz verhängte Strafe vollstreckt und der junge Deutsche wurde erhängt.

Am nächsten Morgen möchten die Eltern des jungen Mannes, bevor sie den Ort verlassen, den Körper ihres Sohnes sehen, der überraschenderweise am Leben war und ihnen sagte: “Der glückselige Santo Domingo de la Calzada hat mich vor dem Tod am Strang bewahrt, werdet euch dieses Wunders bewusst”.

Die Eltern beeilten sich, um die ganze Geschichte dem Vogt zu erzählen, der in dieser Zeit unter anderem die Rolle des Richters innehatte.

Als sie an seinem Haus ankamen, genoss der Vogt gerade ein Abendessen mit Geflügel aus dem Hühnerstall. Der Herr glaubte den Erzählungen des deutschen Paares nicht und antwortete ihnen: “Ihr Sohn ist so lebendig wie der Hahn und die Henne, die ich jetzt essen werde”.

In diesem Moment springen der Hahn und die Henne vom Teller auf und gackern und krähen so, als ob sie nicht gebraten geworden wären. Vor diesem Hintergrund blieb dem Vogt nichts anderes übrig, als den Bitten der Eltern stattzugeben und sie gehen zu lassen.

Seitdem sagt man auf dem Jakobsweg folgende Verse auf: “Santo Domingo de la Calzada que cantó la gallina después de asada”(auf Deutsch: Santo Domingo de la Calzada, wo das Huhn sang, nachdem es gebraten wurde).

In Erinnerung an dieses Ereignis werden in der Kathedrale der Stadt ein lebendiger Hahn und eine lebendige Henne aufbewahrt. Hierbei handelt es sich um den einzigen Tempel, in dem Tiere erlaubt sind.

Eine ähnliche Legende ereignete sich auf dem portugiesischen Weg: die Legende des Hahns von Barcelos. Die Geschichte ist zwar nicht gleich aber sie sind sich sehr ähnlich.

Dienstleistungen Najera - Santo Domingo de la Calzada

Dienstleistungen des Abschnitts von Najera nach Santo Domingo de la Calzada

Karte Najera - Santo Domingo de la Calzada

Kart des Abschnitts von Najera nach Santo Domingo de la Calzada

Profil Najera - Santo Domingo de la Calzada

Profil des Abschnitts von Najera nach Santo Domingo de la Calzada

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