Etappe 26
Villafranca del Bierzo - O Cebreiro 27,8 Km
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Etappe 25
Etappe 27

Informationen Villafranca del Bierzo - O Cebreiro

Nach unserer gestrigen Wanderung werden wir heute Galicien betreten. Der entspannte Nachmittag von gestern sollte uns dazu gedient haben, über das bis jetzt Erlebte nachzudenken und uns für die letzten Abschnitte des Jakobsweges vorzubereiten.

Lass und den Jakobsweg fortsetzen!

Die heutige Tageswanderung ist dafür vorgesehen, Kastilien und León zu verlassen, und wir beenden sie an der Tür zu Galicien, genauer gesagt in O Cebreiro. Es handelt sich um einen der vorzeigbarsten Abschnitte des französischen Weges.

Die Ankunft in Galicien zeigt uns, dass es bis zu unserem Ziel, der Grabstätte des Apostels Jakobus, nicht mehr weit ist.

Zum anderen gilt der Anstieg zum Bergpass von O Cebreiro als einer der anspruchsvollsten Abschnitte des französischen Weges, insbesondere wenn du den Abschnitt  Saint Jean Pied de Port – Roncesvalles nicht zurückgelegt haben solltest.

Reiseroute Villafranca del Bierzo - O Cebreiro

Der heutige Tagesmarsch kann fast die ganze Zeit entspannt zurückgelegt werden. Erst am Ende des Abschnitts müssen wir der Herausforderung des Anstiegs nach O Cebreiro die Stirn bieten.

Uns erwartet ein Höhenunterschied von fast 500 Metern auf nur sechs Kilometern.

Auf dem Anstieg werden wir auf den meistfotografierten Kilometerstein der Geschichte treffen. Er liegt anderthalb Kilometer vom Bergpass entfernt und verkündet die Ankunft in Galicien.

Villafranca del Bierzo (Km. 0). Beginn des Abschnitts

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Solltest du gestern nicht die Straße Calle del Agua genossen haben, empfehlen wir dir, dass du dieses kleine architektonische Museum auf dem Weg aus der Stadt hinaus genießt. Buen Camino!

Wir verlassen Villafranca del Bierzo auf der vorzeigbaren Straße Calle del Agua-Ribadeo. Nachdem wir die Straße überquert und die Straße Calle Santa Catalina erreicht haben, biegen wir um 90 Grad links auf die ansteigende Straße Calle Zamora ab.

Wir kommen am Pilgerdenkmal vorbei, überqueren den Fluss Burbio und gehen auf der Straße Calle Concepción und Espíritu Santo weiter. Nach Letzterer begeben wir uns auf den Randstreifen der Landstraße, die für einen Kilometer neben dem Fluss Valcarce verläuft.

Wir erreichen einen von einer kleinen Mauer geschützten Fußgängerweg, der zwischen der A-6 und der N-VI verläuft (km 1,8).

Wir folgen der Straßenführung und gehen unter mehreren Brücken der Autobahn A-6 hindurch (km 4,1). Danach begeben wir uns auf eine Nebenstraße nach Pereje, die am Kilometer 410 der N-VI liegt.

Wir überqueren vorsichtig die Bundesstraße und betreten auf einer Zufahrtsstraße, die von auf der Flussebene von Valcarce wachsenden Pappeln und riesigen Kastanienbäumen umgeben ist, den ersten Ort für heute, Pereje.

Pereje (Km. 5,2)

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Auf diesem Abschnitt wirst du an verschiedenen Orten vorbeikommen. Wir betonen immer, dass du den Jakobsweg in Ruhe zurücklegen und die Orte genießen solltest. 

Aufgrund der besonderen Eigenschaften des Abschnittes empfehlen wir dir, während des Aufstiegs zum Bergpass Zeit für Zwischenstopps einzuplanen. Buen Camino!

Wir durchqueren Pereje und begeben uns erneut auf den Fußgängerweg. Nach 1,6 Kilometern treffen wir auf einen Bereich zum Ausruhen, bekannt als Trabadelo (km 6,9).

Nach einem Kilometer überqueren wir erneut die N-VI und begeben uns auf die Nebenstraße, die und zum Ort Trabadelo führt. Umgeben von der Vegetation von Valcarce, Pappeln und Kastanienbäume, erreichen wir den Ort.

Wir durchqueren Trabadelo und lassen rechts die Nebenstraße nach Pradela und Sotelo hinter uns. Wir gehen auf einem auf der Bundesstraße verlaufenden Weg weiter.

Nachdem wir den Bach, der zum Fluss Valcarce fließt, überquert haben (km 10,5), kehren wir zum Fußgängerweg am Rand der Bundesstraße (N-VI) zurück.

Nach 1,7 Kilometer erreichen wir La Portela de Valcarce, wo uns die Johannes-der-Täufer-Kirche erwartet.

Nachdem wir den Ort hinter uns gelassen haben, gehen wir für 200 Meter der Landstraße entlang, um die Nebenstraße zu nehmen, die uns nach Ambasmestas führen wird. Dort fließen die Flüsse Balboa und Valcarce zusammen und wir können die Kirche Nuestra Señora del Carmen besuchen.

Von Ambasmestas bis zum Nachbarort Vega de Valcarce sind es nur noch zwei Kilometer. Im Handumdrehen haben wir das eine Dorf verlassen und das andere betreten. In Vega de Valcarce erwartet uns die Kirche La Magdalena und die Burg von Sarracín.

Vega de Valcarce (Km. 16,5)

Vega de Valcarce

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Obwohl es so scheinen mag, dass du hier die Wahl hast, heute entweder hier zu schlafen oder sonst nach O Cebreiro weiterzugehen, muss es nicht unbedingt so sein.

Zwischen diesen zwei Orten gibt es viele Orte, in denen du übernachten kannst, wenn du es für nötig hältst. Hab keine Angst vor der heutigen Etappe. Dein Körper wird dir sagen, bis wohin du gehen kannst. Buen Camino!

Vega de Valcarce, der Hauptort des Tals von Valcarce, ist ein klassisches Etappenziel. Viele Pilger, die nicht den Anstieg nach O Cebreiro als Etappenziel in Angriff nehmen möchten, entscheiden sich für eine Übernachtung in diesem Ort.

Die Entscheidung, ob man weitergehen und den Anstieg zum Bergpass in Angriff nehmen soll oder warten und es früh morgens machen soll, ist eine persönliche Entscheidung. Du solltest jedoch berücksichtigen, in welchem Zustand du dich befindest. Danach wirst du nämlich nur hochgehen.

Sowohl der Sonnenaufgang als auch der Sonnenuntergang sind in O Cebreiro spektakulär. Solltest du dich dafür entscheiden, den Anstieg heute in Angriff zu nehmen, wirst du unterwegs oder bei deiner Ankunft in O Cebreiro, je nach deinem Rhythmus, den Sonnenuntergang genießen können. Und er wird dich höchstwahrscheinlich beeindrucken.

Wenn du im Sommer keine Lust hast, in der Hitze zu wandern, nimm morgen früh den Anstieg in Angriff. Du kannst jedoch auch in einem der Orte, an denen du auf dem Anstieg vorbeikommen wirst, warten, dass es etwas abkühlt, und dann weiter hochgehen. Es liegt an dir.

Von Vega de Valcarce gehen wir in Richtung Ruitelán, wo wir bereits 171 Höhenmeter gewonnen haben. In seiner Nachbarschaft liegt die Kapelle San Froilan, zu der du über eine lange Treppe gelangst. Ich weiß nicht, ob heute der richtige Tag dafür ist, aber nur zu, wenn du dich dazu ermutigen solltest. Ihre Geschichte ist faszinierend.

Ruitelán (Km. 18,6)

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Solltest du mit dem Aufstieg beginnen und bemerken, dass er zu anstrengend ist, um in an einem Tag zurückzulegen, keine Sorge. Auf dem Anstieg kommst du an mehreren Orten vorbei, die alle über Übernachtungsmöglichkeiten verfügen. Buen Camino!

Es dauert nicht mehr lange, bis sich der Anstieg zum Bergpass in seiner vollen Pracht zeigt. Am Ortsausgang von Ruitelán wird die Neigung steiler, obwohl uns nur noch ein kurzer Abschnitt bevorsteht.

Während des Aufstiegs begeben wir uns links auf den Nebenweg, der auf trügerischer Weise nach Las Herrerías hinunter führt. Vor unserer Ankunft im Ort können wir auf einer Steinbrücke den Fluss Valcarce überqueren und somit den Weg abkürzen.

Im Weiler können wir die Kirche San Julián besuchen und dann zum Viertel Hospital weitergehen (km 20,8), eine Erweiterung von Las Herrerías, die nach einem ehemaligen Hospital für englische Pilger benannt wurde. An dieser Stelle beginnt der wahre Anstieg zum Bergpass. Oben erwartet uns O Cebreiro.

Die Strecke führt uns über einen asphaltierten Steilhang, der aus dem Nichts auftaucht und ein Kilometer lang ist. Während dieses Aufstiegs müssen diejenigen, die zu Fuß unterwegs sind, einen Weg nehmen, der links vom asphaltierten Weg entsteht, wohingegen die Radfahrer auf dem Asphalt bleiben (km 22).

Der Jakobsweg wird schlimmer aber nicht unerträglich. Auf dem Wanderweg gönnt er uns bis zum Bach Refoxo eine kleine Atempause. Nach dieser kurzen Pause wird der Anstieg unter dem Blätterdach der Kastanien und Eichen wieder schlimmer. Wir erreichen schließlich La Faba, wo uns die Kirche San Andrés erwartet.

La Faba (Km. 23,5)

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: La Faba besteht aus einigen wenigen Häusern. Es gibt jedoch auch eine Gaststätte, wo du bei einem spektakulären Ausblick einen guten Wein genießen kannst.

Leg einen Zwischenstopp ein und komm für den letzten Abschnitt wieder zu Kräften. Manchmal können wir nicht schnell genug ans Ziel kommen. Es ist jedoch wichtig, die Strecke zu genießen. Buen Camino!

Nach La Faba betreten wir offenes Weideland mit einem wunderschönen Ausblick auf die Atlantikwälder. Der Ausblick macht die Steigung bis zum letzten Dorf in León, Laguna de Castilla, erträglicher.

Nach 700 Metern treffen wir auf einen Jakobsstein mit den Kilometerangaben. Er befindet sich am Punkt 152,5 und hat die Inschrift Os Santos (Teso dos Santos). Nach weiteren 400 Metern treffen wir auf den Kilometerstein, der uns sagt, dass wir León verlassen und Galicien betreten, und zwar in der Provinz Lugo (km 27).

Erschöpft vom Anstieg legen wir den knappen Kilometer bis zur Kirche Santa María la Real, die uns in O Cebreiro willkommen heißt, zurück.

O Cebreiro (Km. 27,8). Ende des Abchnitts

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: O Cebreiro ist ein kleiner geheimnisvoller Ort. Es erwartet dich ein entspannter Nachmittag. Du solltest dir aber nicht die Wunder entgehen lassen, die sich hier ereignet haben. Bis morgen!

Nach dem Anstieg nach O Cebreiro möchte der Pilger sich nur noch erholen. Einige Bars und Restaurants in der Nähe der Kirche Santa María la Real werden den Hunger stillen, den man nach dem Aufstieg verspüren wird.

Nach ein bisschen Erholung und Essen solltest du die Kirche Santa María la Real besuchen, um das Hostienwunder zu entdecken. Solltest du noch Energie haben, kannst du auch die Pallozas (Hütten mit Strohdach) oder auch eine der Mühlen besichtigen.

Anmerkungen Villafranca del Bierzo - O Cebreiro

Der heutige Tagesmarsch bringt eine gewisse Schwierigkeit mit sich und es ist wichtig, einige Vorkehrungen zu treffen. Um unsere Energiereserven, die wir für diesen Abschnitt verbraucht haben, wieder aufzutanken, nähern wir uns heute der köstlichen galicischen Küche.

Vorsichtsmassnahmen auf dem abschnitt Villafranca del Bierzo - O Cebreiro

Zwischen Pereje und La Portela de Valcarce sollten die Pilger, die den französischen Weg auf dem Fahrrad zurücklegen, äußerst vorsichtig sein, da sie den engen Randstreifen mit den anderen Fahrzeugen teilen müssen.

Ab Vega de Valcarce führt uns der heutige Abschnitt über eine steile Steigung zu einem Bergpass. Deswegen handelt es sich um einen harten und ziemlich anspruchsvollen Abschnitt. Aufgrund dessen ist er nicht für Personen mit einer Behinderung geeignet.

Der schwerste Teil des Aufstiegs ist der Abschnitt zwischen Hospital und La Faba. Hier ist es am besten, den Rhythmus zu verlangsamen und langsam hinaufzusteigen.

Radfahrern wird empfohlen, ab La Herrerías der Landstraße zu folgen, da der Aufstieg nur für die erfahrensten Radfahrer geeignet ist.

Im Winter sollte man vorsichtig sein, da einige Teile des Abschnitts schneebedeckt sein können.

Trotz der Herausforderung, die dieser Abschnitt darstellt, sollten sich die Pilger nicht abschrecken lassen. Sie werden unterwegs an zahlreichen Orten vorbeikommen, die alle über Übernachtungsmöglichkeiten und Gaststätten verfügen, wo man sich ausruhen kann.

Sollten dir auf der Hälfte des Abschnitts die Kräfte ausgehen, solltest du ihn in zwei Abschnitte teilen.

Gastronomie Villafranca del Bierzo - O Cebreiro

Mit unserer Ankunft in Galicien steht uns ein neues kulinarisches Angebot bereit. Es ist die letzte Tageswanderung, auf dem wir die Produkte von El Bierzo probieren können, die noch ausstehen, und der erste Tag, um die köstliche galicische Küche kennenzulernen.

  • Wir können anhalten, um den Käse der Quesería Veigadarte, die am französischen Weg, bei Ambasmestas, liegt, zu probieren. Oder wir können den Käse von D.O. O Cebreiro probieren, ein Frischkäse in Form einer Kochmütze.
  • Maronen
  • Cocido Gallego (Eintopf)
  • Keltisches Schwein
  • Galicische Teigtaschen (Empanadas). Diese werden uns bis zu unserer Ankunft in Santiago de Compostela begleiten. Du kannst sie überall und mit verschiedenen Füllungen kaufen. Dabei geht es darum, seine Lieblingsfüllung zu finden.

Sehenswürdigkeiten und aktivitäten auf dem abschnitt Villafranca del Bierzo - O Cebreiro

Der heutige Tagesmarsch hält zahlreiche kleine Orte des Tals von Os Ancares für uns bereit, die fast alle zur Gemeinde Vega de Valcarce gehören. Nach dem Aufstieg zum Bergpass erreichen wir O Cebreiro, ein Ort voller Geheimnisse, die den Pilger faszinieren werden.

Pereje

Der Ort Pereje gehört zur Gemeinde Trabadelo und hat etwa 30 Einwohner.

Dieser kleiner Weiler liegt in der Comarca Os Ancares, eine Region mit vielen Kastanienbäumen. In dem Ort gab es einen ernsten Streit zwischen den Cluniazensern von Santa María de Crueñgo aus Villafranca del Bierzo und den Mönchen von Aurillac aus O Cebreiro.

Es kam zum Disput, da der Abt von O Cebreiro beschloss, in diesem Ort, der unter der Regierung von Villafranca del Bierzo stand, eine Kirche und ein Hospital zu errichten. Der Konflikt nahm solche Ausmaße an, dass Alfons IX. von León, der Papst Urban II. und die Königin Urraca sich einmischten.

Trabadelo

Die Gemeinde Trabadelo erstreckt sich in der Comarca Os Ancares auf 65 Quadratkilometer und hat 350 Einwohner. Der Ursprung des Ortes ist auf die römische Epoche zurückzuführen. Heute spricht man hier aufgrund der Nähe zu Galicien galicisch.

Dieses Dorf zeichnet sich insbesondere durch die dicht mit Kastanien bewachsenen Flächen aus. In der Tat stellt das Sammeln von Kastanien eine der Hauptaktivitäten der Einwohner dar.

Im Ort gibt es einige Pallozas, die für die Comarca Os Ancares typisch sind. Dabei handelt es sich um traditionelle Wohnhäuser mit einem ellipsenförmigen Grundriss und einem spitzen Dach. Diese Bauart wurde von den vorrömischen Stämmen übernommen, die in dieser Region lebten.

La Portela de Valcarce

Der Ort Portela de Valcarce gehört zur Gemeinde Vega de Valcarce und hat etwa 20 Einwohner. Sein Name bezieht sich auf einen Wegzoll (portazgo auf Spanisch), den die Reisende den Feudalherren zahlen mussten, um das Tal durchqueren zu können.

Dies wurde zu einer festen Gewohnheit und Alfons VI. versuchte, sie im Jahr 1720 abzuschaffen. Allerdings geschah es erst Jahre danach.

Im Ort kann man die alte Schmiede aus dem 19. Jahrhundert, die am Fluss liegt, und die Pfarrkirche San Juan Bautista besuchen.

Kirche San Juan Bautista

Die Johannes-der-Täufer-Kirche in La Portela de Valcarce stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der Bau im beliebten Barockstil wurde mit Steinen vom Steinbruch von San Fiz realisiert.

Sie hat einen rechteckigen Grundriss und besteht aus einem einzigen Schiff, das mit einem Glockengiebel endet. Im Inneren sticht der Altaraufsatz von Johannes dem Täufer und ein mit Silber verziertes Sanktuarium hervor.

Ambasmestas

Ambasmestas ist ein Ort, der zur Gemeinde Vega de Valcarce gehört. In seinen Straßen leben etwas mehr als 40 Personen. Sein Name galicischen Ursprungs bezieht sich auf die Mischung von Wasser, da dort die Flüsse Valcarce und Balbo zusammenfließen.

In der Ortschaft kann man die Pfarrkirche Nuestra Señora del Carmen besuchen.

Kirche Nuestra Señora del Carmen

Die Pfarrkirche Nuestra Señora del Carmen liegt im Ort Ambasmestas. Sie hat einen rechteckigen Grundriss und besteht aus einem einzigen Schiff. Dort gibt es eine zweigeschossige Scheune aus dem 19. Jahrhundert, die mit Fliesen bedeckt ist.

Das Gebäude schließt mit einem kleinen Glockengiebel mit einem dreieckigen Giebel ab, wo sich zwei Glocken befinden. Im Inneren der Kirche gibt es einen Altaraufsatz im Barockstil.

Vega de Valcarce

 

Vega de Valcarce

Die Gemeinde Vega de Valcarce besteht aus 23 Orten und erstreckt sich auf einer Fläche von 69 Quadratkilometern. Der Ort Vega de Valcarce ist der größte Ort des Tals, in dem 620 Personen wohnen.

Auf dem Hügel der Ortschaft erhebt sich die Burg von Sarracín und in ihren Straßen kann man die Kirche La Magdalena besuchen, die Schutzheilige der Sünder und Büßenden.

Kirche La Magdalena

Die Kirche La Magdalena liegt im Ort Vega de Valcarce. Dieser Ort steht eng mit dem Jakobsweg in Verbindung, da er der Schutzheiligen der Sünder und Büßenden geweiht ist.

Am Gebäude werden verschiedene Bau- und Umbaumomente deutlich, das 17., 19. und 20. Jahrhundert. Die Kirche besteht aus einem einzigen Schiff mit einem rechteckigen Grundriss und weist einen Glockenturm auf.

Burg von Sarracín

Die Burg von Sarracín liegt auf einem der Hügel von Vega de Valcarce. Sie wurde um 15. und 16. Jahrhundert gebaut und kann den Tempelrittern zugeschrieben werden. Es ist möglich, dass es vorher am gleichen Ort andere Verteidigungskonstruktionen aus dem 10. Jahrhundert gab.

Bezüglich des Ursprungs dieses primitiven Bauwerks gibt es zwei Theorien. Eine besagt, dass es im Jahr 850 im Auftrag vom Grafen Gatón errichtet wurde. Laut der zweiten Theorie baute sie Sarracino, Sohn des Grafen, im Jahr 852 und 885.

Die Burg wurde mit der Absicht gebaut, den Ort zu bewachen und zu beschützen. Heute liegt die Burg in Ruinen. Es sind nur noch ihr rechteckiger Grundriss und die Türme erhalten.

Ruitelán

Der Ort Ruitelán gehört zur Gemeinde Vega de Valcarce und hat 20 Einwohner. In seinen Straßen kann man die Johannes dem Täufer geweihte Kirche besichtigen, die zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert umgebaut wurde. Im Umland von Ruitelán, am Fuße seines Berges, liegt die Kapelle San Froilán.

Die Kapelle San Froilán

Die Kapelle San Froilán liegt am Fuße des Berges, der sich bei Ruitelán erhebt. An diesem Ort lebte der Einsiedler Froilán von León. Man sagt vom Heiligen, dass er während seines Aufenthalts in der Grotte einen Wolf zähmte, nachdem dieser ihn angegriffen hatte.

Danach wurde Froilán Bischof von León. Im 16. Jahrhundert wurde zu seinen Ehren die Kapelle errichtet. Im hinteren Teil des Hauptschiffes, über dem sich eine Kuppel wölbt, befindet sich der Eingang zur Grotte, wo der Mönch Zuflucht suchte. Um in die Kapelle zu gelangen, muss man eine Freitreppe mit 39 Stufen hochgehen.

Las Herrerías

Der Ort Las Herrerías gehört zur Gemeinde Vega de Valcarce. In seinen Straßen wohnen etwa 40 Personen. Das Dorf wurde nach den vier Schmieden benannt, die sich hier befanden und in denen Eisen und Metall verarbeitet wurde.

Zum Dorf gehört auch das Viertel Hospital, das nach einem alten Hospital aus dem 12. Jahrhundert, das als Unterschlupf für englischer Pilger errichtet wurde, benannt wurde.

In seinen Straßen kann man die Kirche San Julián und eine gut erhaltene Schmiede besichtigen. Dort gibt es eine Mühle, die immer noch in Betrieb ist.

Kirche San Julián

Die Kirche San Julián liegt im Ort Las Herrerías. Der Tempel im Barockstil mit neoklassizistischen Einflüssen stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Die Kirche sticht mit ihrer Fassade hervor, die in drei, horizontal getrennte Teile aufgeteilt ist. Im ersten Teil befindet sich das Eingangsportal.

Im zweiten Teil gibt es zwei große Öffnungen, die die Glocken beherbergen. Der dritte Teil schließt mit einem dreieckigen Glockengiebel ab.

La Faba

La Faba ist ein Ort mit 28 Einwohnern, der zur Gemeinde Vega de Valcarce gehört. In seinen Straßen kann man die Kirche San Andrés besuchen.

Kirche San Andrés

Die Kirche San Andrés in La Faba wurde zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert errichtet. Der Tempel kombiniert zwei Stile, den Barock und die Renaissance.

Sie besteht aus einem einzigen Schiff, das in zwei Teile aufgeteilt ist. Die Kopfseite der Kirche weist ein Tonnengewölbe auf und über den dem Schiff angelegten Pilastern erhebt sich ein Gurtbogen. Das Schiff ist mit einer Holzstruktur bedeckt.

Im Inneren der Kirche werden ein Altaraufsatz im Barockstil und zwei Taufbecken aufbewahrt. Eines davon hat Weihwasser.

Laguna de Castilla

Der Ort Laguna de Castilla hat 25 Einwohner und gehört zur Gemeinde Vega de Valcarce. Die Hauptsehenswürdigkeit dieses Dorfes sind drei Getreidespeicher, die jedoch nicht allzu gut erhalten sind.

Die Ortschaft ist unter den Pilgern des französischen Weges auch bekannt, da es sich um den letzten Ort in Kastilien und León handelt, bevor man galicisches Gebiet betritt.

O Cebreiro

O Cebreiro ist eine Parroquia (Dorf) des Concello (Gemeinde) Piedrafita und liegt auf 1.330 Meter Höhe. Sein Ursprung hängt eng mit der Entdeckung der Grabstätte des Apostels Jakobus zusammen.

Zu dieser Zeit wurde diese Enklave gegründet, die ursprünglich aus einem Gasthaus bestand, die den Pilgern des französischen Weges Unterschlupf bot. Allerdings wohnten hier wahrscheinlich vorher Schäfer.

Nach der Desamortisation verließen die Mönche, die hier wohnten, den Ort, wodurch O Cebreiro verfiel. Ab den 1960er Jahren begann man mit der Restaurierung des Dorfes.

Heutzutage wohnen nur wenige Menschen im Dorf, deren Leben sich um die Kirche Santa María la Real und einige umliegende Bars und Restaurants abspielt. Die Architektur dieses Ortes besteht hauptsächlich aus Stein, wahrscheinlich vorrömischen Ursprungs.

Die Lage von O Cebreiro und das Hostienwunder, das sich hier ereignete, verleihen dem Dorf eine geheimnisvolle Atmosphäre. Die Pallozas, der Wind, der Nebel und die beeindruckenden Aussichten lassen niemanden gleich.

Dort, wo auf die Ankunft in Galicien hingewiesen wird, kann man das Denkmal des Dudelsackspielers und in der Umgebung Mühlen, die immer noch in Betrieb sind, besuchen.

Hostienwunder

Das Hostienwunder ereignete sich in O Cebreiro, und zwar in eine der Kapellen seiner Kirche. Die Legende geschah um das Jahr 1300 inmitten eines starken Schneesturms. Demnach lebte dort ein Mann namens Juan Santín, dessen Haus im Dorf Barxamaior lag, eine halbe Meile von der Kirche entfernt.

Der Mann war so fromm, dass er niemals einem Gottesdienst fernblieb, auch nicht bei Regen, Wind, Schnee und eisiger Kälte. In der Nacht des Wunders gab es einen heftigen Sturm und die Wege waren schneebedeckt.

Der Pfarrer der Kirche dachte, dass bei diesen Wetterbedingungen keiner zum Gottesdienst kommen würde.

Als er sah, wie Juan Santín die Kirche betrat, machte er sich über ihn lustig und sagte Folgendes: “Wer kommt schon bei so einem Sturm und so erschöpft hierhin, um ein bisschen Brot und Wein zu sehen!”.

Damit brachte er zum Ausdruck, dass sich seine Gegenwart nicht lohnte, und wusste die Anstrengungen des Gläubigen nicht zu schätzen. Aufgrund dieser Worte und um den fehlenden Glauben und die fehlende Nächstenliebe des Pfarrers zu bestrafen, vollbrachte Gott das Wunder.

Als der Pfarrer dem Gläubigen segnete, sah er, wie die Hostie sich in Fleisch und der Kelch, indem sich der Wein befand, in Blut verwandelte. Heutzutage wird beides in der Kapelle des Wunders aufbewahrt.

Die Kirche Santa María la Real verwahrt in Erinnerung des Wunders das Grab der beiden Protagonisten.

Laut der Legende dreht die Heiligenfigur der Virgen de los Remedios, die sich auch in dieser Kapelle befand, den Kopf, um das Wunder zu sehen. Man sagt, dass dies der Grund ist, warum der Kopf der Statue leicht geneigt ist. Sie war so überrascht, dass sie für immer in dieser Position blieb.

Die Kirche Santa María la Real

Die Kirche Santa María la Real liegt auf dem Bergpass von O Cebreiro. Der Tempel stammt aus dem 9. und 10. Jahrhundert. Dies war die Zeit, als die Grabstätte des Apostels Jakobus entdeckt wurde.

Sie weist einen präromanischen Architekturstil auf. In der Vergangenheit wurde die Kirche mit königlichen Privilegien ausgezeichnet. Deswegen wird sie auch “la Real” (königlich auf Deutsch) genannt.

Die Kirche wurde von den Benediktinermönchen gegründet. Später schenkte Alfons VI. den französischen Mönchen der Abtei San Giraldo de Aurillac den Tempel.

Danach, in der Zeit der katholischen Könige, gelangte sie wieder in die Hände des Benediktinerordens. Im Jahr 1853 verließ der Orden nach der Desamortisation von Mendizábal die Kirche.

Die Kirche ist für seine Kapelle des Heiligen Wunders bekannt, wo sich das berühmten Hostienwunder ereignete. Die Kapelle beherbergt die Heiligenfigur der Santa Virgen de los Remedios (Santa María la Real) mit einem leicht geneigten Kopf.

Laut der Legende drehte die Heilige ihren Kopf, um das Wunder zu sehen, und blieb so. An der Hand der Jungfrau kann man den Bischofsring sehen, ein Geschenk des Bischofs von Lugo, Plácido.

Die Kapelle wurde mehrmals restauriert. Die letzte Restaurierung fand im Jahr 1971 statt. Auf dem Altar der Kirche steht eine Vitrine, in der der Kelch und die Patene im romanischen Stil, die Teil des Wunders waren, aufbewahrt werden.

Dort befindet sich auch das Reliquiar der katholischen Könige, um das Fleisch und das Blut Christi aufzubewahren.

Unter der Vitrine befindet sich ein Sanktuarium aus Silber, eine Darstellung der Urne der Kathedrale von Santiago, wo die sterblichen Überreste des Apostels ruhen. Rechts liegen die Grabstätten des Gläubigen von Barxamaior und des Mönches von Aurillac, den Protagonisten des heiligen Wunders.

Am Fuß des Altars befindet sich das Grab von Elías Valiña San Pedro, der von 1959 bis zu seinem Tod im Jahr 1989 Pfarrer in O Cebreiro war. In diesen Jahren war er ein unermüdlicher Förderer des Jakobsweges und der Erfinder des gelben Pfeils.

Außerdem wurden unter seiner Einwirkung verschiedene Restaurationen an der Kirche vorgenommen.

Praktische Informationen

Gottesdienstzeiten: Vom 1. April bis zum 31. Oktober montags bis freitags (19:00 Uhr), Vorabende von Feiertagen (19:00 Uhr) und feiertags (12:00 und 19:00 Uhr). Vom 1. November bis zum 31. März montags bis freitags (18:00 Uhr), Vorabende von Feiertagen (19:00 Uhr) und feiertags (12:00 und 18:00 Uhr).

Pallozas de O Cebreiro

Die Pallozas in O Cebreiro sind ein in dieser Gemeinde typisches und einzigartiges Bauwerk. Es handelt sich um Gebäude mit einem quadratischen Grundriss und Holzwänden, die sich auf Schieferplatten erheben.

Sie sind mittels vier Säulen am Boden befestigt und verfügen über ein spitzes Strohdach.

Im Inneren der Pallozas befindet sich eine Kammer ohne Belüftung, die verwendet wird, um die Lebensmittel aufzubewahren. Man gelangt über eine kleine Tür ins Innere. Eine der Pallozas von O Cebreiro beherbergt in ihrem Inneren ein ethnographisches Museum.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten: Montags, sonn- und feiertags geschlossen. Vom 15. Juni bis zum 15. September dienstags bis samstags (8:30 bis 14:30 Uhr). Vom 15. September bis zum 14. Juni dienstags bis samstags (11:00 bis 18:00 Uhr).

Eintritt: Frei.

Mühlen von O Cebreiro

Einige Mühlen von O Cebreiro werden immer noch verwendet, um Getreide zu mahlen. Es handelt sich zwar um eine traditionelle Tätigkeit, die allerdings auch heute noch zum wirtschaftlichen Wachstum der Comarca beiträgt.

Diese Bauwerke befinden sich normalerweise neben den Flussbetten der Flüsse, die die Region durchqueren.

Zu den auffälligsten Mühlen gehört die von Aceña de Counavia, die durch ihre Größe und Lage, am Flussufer des Flusses Navia, hervorsticht.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten: Täglich geöffnet. 11:00 bis 14:00 Uhr und 15:00 bis 19:00 Uhr.

Eintritt: Frei.

Dienstleistungen Villafranca del Bierzo - O Cebreiro

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