Etappe 7
Tomar - Alvaiázere 31 Km
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Etappe 6
Etappe 8

Informationen Tomar - Alvaiázere

Sollten Sie sich einen Tag frei genommen haben, um die Kapelle von Fátima zu besuchen, werden Ihre Beine heute wie neu sein und Sie werden den Wunsch zum Wandern verspüren. Sollten Sie zu denjenigen gehören, die keine Pause eingelegt haben, ist es gut möglich, dass Sie die ersten Höhenunterschiede des gestrigen Tages in den Gelenken spüren werden. Wie dem auch sei, wir hoffen, dass Sie die Stadt der Templer genossen haben, weil Sie heute eine weitere lange Etappe erwartet.

Lassen Sie uns den portugiesischen Weg fortsetzen!

Der siebte Abschnitt des Jakobsweges durch Portugal ist reich an Landschaften. Der Tag beginnt auf einem schönen Wanderweg, der entlang des Flusses Nabão im Schatten eines dichten Uferwaldes verläuft. Danach führt er durch Felder, auf denen es vereinzelt Steineichen, Kiefern und Olivenbäume sowie Gemüsegärten und Obstbäume gibt.

Auf den über dreißig Kilometern, die den heutigen Abschnitt bilden, werden wir auf Römerstraßen, mittelalterlichen Brücken, reizenden Wegen und leider auch auf einem langen Abschnitt auf Asphalt pilgern.

Reiseroute Tomar - Alvaiázere

Der heutige Abschnitt ist anspruchsvoll. Es handelt sich nicht um eine allzu lange Etappe, etwas mehr als 30 Kilometer, jedoch geht die Strecke ständig hoch und runter.

Tomar (Km. 0). Beginn des Abschnitts

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Wenn Sie den portugiesischen Weg mit dem Fahrrad zurücklegen, sollten Sie sich an der Gabelung am Ortsausgang von Tomar für die städtische Strecke entscheiden. Der Weg entlang des Flusses gehört zu den wenigen Abschnitten des Jakobsweges durch Portugal, die nicht für Radfahrer geeignet sind. Buen Camino!

Wir verlassen auf der Straße Rua de Serpa Pinto Tomar, die wunderschöne Templerstadt. Danach überqueren wir die Brücke über dem Fluss und gehen für 50 Meter weiter geradeaus, um dort links auf die Straße Rua do Centro Republicano abzubiegen, die zur Rua Fábrica da Fiação wird.

Nach 300 Metern erreichen wir die Stelle, an der es zwei Alternativen gibt, um die Stadt zu verlassen. Ein gelber Pfeil mit einer Sonne weist auf den Weg hin, der an sonnigen Tagen empfohlen wird. Diese Strecke verläuft auf einem schönen Weg am Fluss entlang.

Ein anderer Pfeil mit einer Regenwolke weist auf die Alternativroute für schlechtes Wetter hin. Diese verläuft durch städtische Gegenden auf Asphalt. Beide Optionen sind gleich lang und laufen nach zwei Kilometern, kurz vor der mittelalterlichen Brücke von Peniche, zusammen.

Wenn wir uns für die Option entlang des Flusses (sonniger Tag) entscheiden, gehen wir geradeaus weiter und setzen unseren Weg auf einem Gehweg fort, der parallel zu einem Kanal verläuft. Später wird dieser Gehweg zu einem Feldweg und dann zu einem engen Wanderweg. Dieser verläuft am Ufer des Flusses Nabão entlang und ist von einem dichten Uferwald umgeben.

Nach 800 Metern begeben wir uns auf einem Anstieg zwischen Olivenbäumen, der uns zu einem Feldweg führen wird. Wir biegen links auf den Weg ab und kommen an der Brücke von Peniche aus, wo die zwei Strecken zusammenlaufen.

Wenn es regnet und wir uns für die städtische Strecke entscheiden, biegen wir rechts auf die ansteigende Avenida Dr. Egas Moniz ab. Am Ende dieser Allee biegen wir links auf die Straße Rua António Duarte Faustino ab und gehen auf der Rua Principal de Choromela weiter, um das Viertel Casal dos Frandes zu erreichen.

Neben einer Kaserne biegen wir auf die Straße Rua Coronel Júlio Araújo und kurz danach rechts auf die Rua Ponte de Peniche ab. Diese Straße wird zu einem Feldweg, auf der wir nach 600 Metern die mittelalterliche Brücke von Peniche erreichen, wo beide Routen zusammenkommen.

Puente Medieval de Peniche (Km. 3,2)

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Auf diesem Abschnitt werden Sie an kleinen Orten mit einem gewissen Serviceangebot vorbeikommen. In Casais gibt es ein kleines Café und in Calvinos eine Gaststätte mit Geschäft. Buen Camino!

200 Meter nach der Brücke gehen wir unter der Autobahnbrücke hindurch und begeben uns auf einen Abstieg, der uns erneut zum Flussufer führen wird. Nachdem wir an einem heruntergekommenen Haus vorbeigekommen sind, begeben wir uns auf einen steilen Anstieg in Richtung eines Strommastes.

Der Jakobsweg führt uns durch Olivenfelder und Kiefern. An der Landstraße biegen wir rechts auf sie ab. Nach einem Kilometer erreichen wir den ersten heutigen Ort: Casais (km 7,6).

Von hier gehen wir bis Soianta auf Asphalt weiter. Nach einem Anstieg kommen wir in Calvinos an (km 11). Dort gehen wir bergabwärts auf Asphalt bis zur Kleinstadt Chão das Eiras weiter. Nach mehreren Kreuzungen betreten wir Ponte da Ceras (km 14).

Ponte da Ceras (Km. 14)

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Am Ende dieses Abschnitts, 200 Meter nachdem beide Strecken zusammenlaufen, befindet sich die Tankstelle von Tojal. Der Weg kommt nicht direkt an der Tankstelle vorbei, wenn Sie jedoch eine Pause einlegen möchten, bietet sie sich an, da es in Cortiá kein Serviceangebot gibt. An der Tankstelle gibt es ein kleines Geschäft und in der Nähe ein Restaurant. Buen Camino!

In diesem Ort müssen wir gemäß den Pfeilen die Bundesstraße N-110 überqueren, was ziemlich gefährlich ist, da die Überquerung in einer unübersichtlichen Kurve und auf einem winzigen Randstreifen erfolgt. Wir sollten am besten ein kurzes Stück zurückgehen und kurz vor der Kurve die Landstraße überqueren, damit wir einen guten Überblick haben und sicher die Straße überqueren können.

Nach der gefährlichen Überquerung gehen wir nach Escoural, wo sich ein riesiger überdachter Waschplatz befindet. Wir setzen unseren Weg für ein paar Meter auf einem Streckenabschnitt der Römerstraße fort, der zur alten Straße gehört.

Dann biegen wir rechts auf die Straße Rua das Azenhas ab, die in Kürze zu einem Feldweg wird. Nachdem wir an einigen Häusern vorbeigekommen sind, erreichen wir die Rua de Espanha und gehen auf den Straßen Estrada das Galegas und Rua do Casal dos Grilos weiter. Wir kommen schließlich erneut am Feldweg aus.

Wir gehen bis zu einer Gabelung mit zwei Holzpfählen (km 10,7) auf dem Weg weiter. An jedem Pfahl ist eine blaue Kachel mit einer gelben Jakobsmuschel befestigt, die in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Diese Abzweigung ist verwirrend, weil es gemäß der Beschilderung keinen Unterschied macht, ob man in die eine oder andere Richtung geht.

Sie können sich also für Kopf oder Zahl entscheiden. Sollten Sie in einer Gruppe pilgern, können Sie sich auch aufteilen und sehen, wer zuerst am Treffpunkt ankommt. Für unsere Begriffe ist der Weg nach links kürzer. Er beginnt mit einem leichten Abstieg, kommt hinten an der Kirche von Pereiro vorbei, durchquert einen wunderschönen Korkeichenwald und kommt erneut an der Landstraße N-110 aus, der wir nach rechts folgen werden.

An einer Landstraßenkreuzung laufen beide Strecken zusammen (km 22,4). Dort biegen wir links auf die Landstraße N-348 nach Alvaiázere ab. Auf dem Randstreifen der Landstraße gelangen wir nach Cortiça.

Cortiça (Km. 25,7)

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: Auf den nächsten Kilometern bis zu unserem heutigen Ziel wird es kein Serviceangebot geben. Nehmen Sie also genügend Wasser mit. Buen Camino!

In diesem Ort führen uns die Pfeile immer nach rechts auf Asphalt. Nach 700 Metern biegen wir auf eine gepflasterte Straße nach Outerinho ab. Die Pfeile führen uns im Zickzack über gepflasterte Straßen und durch mit Steinmauern umgebenen Grundstücken.

Der Jakobsweg führt vorne am Haus Casa da Esquina vorbei, wo eine herzliche Frau den Pilgern Wasser anbietet. Wir bleiben auf dem Weg und betreten schließlich den Ort Alvaiázere, obwohl wir vom Ortseingang bis zum Stadtzentrum immer noch einen Kilometer auf Gehwegen zurücklegen müssen.

Alvaiázere (Km. 31). Ende des Abschnitts

Praktische Tipps für diesen Abschnitt: In der Herberge Pinheiro’s bekommt man einen der originellsten Stempel des portugiesischen Weges. Ihr Stempel verbindet heißen Siegellack mit einer Prägung, die handwerklich gearbeitet ist.

Auch wenn Sie nicht in dieser Herberge unterkommen, sollten Sie dort vorbeischauen und ihren Besitzer nett fragen, ob er Ihren Pilgerpass abstempeln kann. Bis morgen!

Nach dem langen heutigen Abschnitt und dem anstrengenden gestrigen Tag, sowohl wenn Sie Tomar als auch wenn Sie die Kapelle von Fátima besucht haben sollten, eignet sich Alvaiázere perfekt, um sich auszuruhen, spazieren zu gehen und Sightseeing zu machen.

Im Ort gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten. Wenn Sie durch den Ortskern schlendern möchten, können Sie die Wallfahrtskirche Senhora do Fetal, die Kapelle La Memória oder das städtische Museum besuchen.

Es lohnt sich auch, sich mit dem interessanten Stadtwappen auseinanderzusetzen. Dort wird ein mit einem maurischen Kurzsäbel gekreuztes Schwert und darüber eine Leinblüte dargestellt.

Anmerkungen Tomar - Alvaiázere

Um den heutigen Abschnitt problemlos zurücklegen zu können, müssen Sie Folgendes berücksichtigen.

Vorsichtsmassnahmen auf dem abschnitt Tomar - Alvaiázere

Auf dem heutigen Abschnitt gibt es zwischendurch kein großes Serviceangebot. Deswegen sollten Sie sich mit genügend Wasser eindecken, bevor Sie starten.

Die heutige Strecke ist ziemlich lang und deswegen kann sie denjenigen, die nicht an Höhenunterschiede gewohnt sind, in die Beine gehen. Allerdings kann diese Etappe sowohl von Personen jeglicher körperlichen Verfassung als auch von Radfahrern und Personen mit einer eingeschränkten Mobilität problemlos zurückgelegt werden.

Auf dem Abschnitt, der entlang des Flusses verläuft, ist die Anwendung von Insektenschutzmittel zu empfehlen, insbesondere im Sommer.

Gastronomie Tomar - Alvaiázere

Für den heutigen Abschnitt empfehlen wir Ihnen die folgenden lokalen Gerichte.

  • Hiesige Erbsen. Alvaiázere ist die Hauptstadt der Erbse.
  • Feijão com Cogumelos (Bohnen mit Pilzen)
  • Feijão Tropeiro (Bohnengericht)
  • Feijoada á Portuguesa (Bohnengericht)
  • Migas de Chícharo com Pelingas Fritas (typisches Erbsengericht)
  • Carne de Alguidar (Schweinefleischgericht)

Sehenswürdigkeiten und aktivitäten auf dem abschnitt Tomar - Alvaiázere

Die heutige Wanderung hält nicht viele Sehenswürdigkeiten für uns bereit. Im Folgenden werden wir näher auf die wenigen Orte eingehen, an denen Sie auf diesem Abschnitt vorbeikommen.

Brücke von Peniche

Die Brücke von Peniche ist eine mittelalterliche Brücke im Kreis Tomar. Die Brücke besteht aus zwei Spitzbogen und weist einen seitlichen Schutz aus Kalkstein in Form von Strebepfeilern auf.

Wie verfügbare Unterlagen bezeugen, gehörte die Brücke zur alten Landstraße, die im 16. Jahrhundert Tomar mit Coímbra verband.

Alvaiázere

Alvaiázere ist eine Gemeinde des gleichnamigen Kreises und gehört zum Distrikt Leiria. Der Ort ist 31 Quadratkilometer groß und hat etwas mehr als 1.800 Einwohner.

Die Ortschaft weist den typischen Charme der Dörfer des Landesinneren Portugals auf. In ihren engen Straßen kann man schöne weiße Landhäuser, Herrenhäuser und alte Adelshäuser entdecken.

Sowohl der Name des Ortes als auch der der Gemeinde kommt von den Arabern. Als sie im Jahr 711 in die iberische Halbinsel einfielen, bemächtigten sie sich auch diesen Ortes, den sie Al-Bai-Zir bzw. Alva-Varze tauften.

Allerdings weisen einige der Experten der Ortsnamenskunde darauf hin, dass der Name vom arabischen Begriff Al-Baiaz kommt, was “Falkner” bedeutet.

In dem Ort können wir die Wallfahrtskirche Senhora do Fetal, die Kapelle La Memória und das städtische Museum besuchen.

Städtisches Museum

Das städtische Museum von Alvaiázere möchte die Bräuche und Traditionen der Stadt verbreiten. Es verfügt über eine Dauerausstellung zu traditionellen Handwerksberufen. Die temporären Ausstellungen stellen archäologische Aspekte in den Mittelpunkt, von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter.

Praktische Informationen:

Öffnungszeiten: Montags geschlossen. Dienstags bis sonntags (9:30 bis 18:00 Uhr).

Dienstleistungen Tomar - Alvaiázere

7.Tomar-Alvaiazere-EN

Dienstleistungen des Abschnitts von Tomar nach Alvaiazere

Karte Tomar - Alvaiázere

Karte des Abschnitts von Tomar nach Alvaiazere

Profil Tomar - Alvaiázere

Profil des Abschnitts von Tomar nach Alvaiazere

Etappe von Tomar nach Alvaiázere
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