Ehrenamt und Solidarität auf dem Jakobsweg

In einem anderen Beitrag unseres Blogs erklären wir Ihnen, dass es viele Gründe gibt, um den Jakobsweg zu machen. Einer der Gründe, der noch nicht dargelegt wurde, ist die Solidarität. Heute werden wir Ihnen von diesen Personen erzählen, die ihre Erfahrung auf dem Jakobsweg freiwillig genutzt haben, um für eine gute Sachen zu arbeiten: Krankheiten, benachteiligte Gruppen usw.

Guter Zweck, um den Jakobsweg zu machen

Wir haben Ihnen bereits zuvor von Personen berichtet, die mit ihren Taten in die Geschichte des Jakobsweges eingegangen sind. Dazu gehören zum Beispiel der Pilger Zapatones oder auch Lourdes Lluc, eine katalanische Pilgerin, die das Netz der freiwilligen Herbergsväter/-mütter ins Leben rief.

In diesem Artikel werden wir von absolut anonymen Leuten sprechen, Personen, die ihren Aufenthalt auf dem Jakobsweg genutzt haben, um ihre Solidarität für den guten Zweck zu zeigen. Wir hoffen, dass Sie diese Geschichten so berühren, wie es bei uns der Fall war.

Den portugiesischen Weg saubermachen

Mike und Rochelle von A Greener Future haben von Portugal bis Spanien 650 Kilometer zurückgelegt und unterwegs fast 6.000 Stücke Müll aufgesammelt. Während ihres Aufenthalts auf dem portugiesischen Weg haben sie ihre Follower auf Facebook und Twitter täglich auf dem Laufenden gehalten, um ihnen zu zeigen, wie wichtig der Umweltschutz ist.

Gleichzeitig organisierten sie lokale Veranstaltungen in den Städten des Jakobsweges, um Müll zu sammeln. Dabei waren sowohl Einheimische als auch Pilger und Besucher beteiligt. Dank dieser beiden ist der portugiesische Weg heute ein bisschen sauberer.

Camino sin límites

Camino sin límites ist eine gemeinsame Initiative von zwei Brüdern des Jahres 2016. Ihr Ziel war es, die Zerebralparese und die Behinderung, an der einer von ihnen zu 96 % litt, die Stirn zu bieten. Sie legten zusammen den kompletten französischen Weg ab Roncesvalles zurück.

Wenn es Sie interessiert, diese Route zu machen, können Sie den Jakobsweg ab Sarria, die letzten 100 Kilometer des französischen Weges, machen. Stellen Sie uns die Einzelheiten der Reise, die Sie gerne machen würden, bereit und wir organisieren das Abenteuer für Sie.



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    Trotz aller Schwierigkeiten, die sie überwunden mussten, um ihr Ziel zu erreichen, haben sie es schließlich geschafft. Außerdem haben Sie mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne 10.000 Euro gesammelt, die sie dem Verein La Ciudad Accesible spendeten.

    Ihre Geschichte hatte eine starke gesellschaftliche Wirkung und stellte eine wichtige Arbeit zur Sensibilisierung der Krankheit dar, die über die sozialen Medien auf der ganzen Welt verbreitet wurde. Hier können Sie sich das offizielle Video ihres überwältigenden Abenteuers ansehen:

    Revuélcate 2017

    Die Initiative Revuélcate 2017 vereinte in dem Jahr Pilger, die für eine gute Sache den Jakobsweg von Frankreich nach Compostela zurücklegten. Die Aktion dieser Pilger bestand darin, einen riesigen, fast 100 Kilo schweren Reifen während ihrer 17 Tage auf dem Jakobsweg zu rollen, um Geld für den Kampf gegen Krebs und Mukoviszidose zu sammeln.

    Camino de la Diversidad

    Camino de la Diversidad ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung des Instituto Gallego del Déficit de Atención y Trastornos Asociados, das es schon mehrere Jahre gibt. Im Rahmen dieses Projekts gibt es mehrere gemeinnützige Initiativen. Dazu gehört auch die Initiative von Luis Montero, der den Jakobsweg mit dem Fahrrad macht, um für die Asociación Asperger Salamanca Geld zu sammeln.

    Der enorme Beitrag eines Professors

    Der Zweck dieser Geschichte der Solidarität auf dem Jakobsweg überraschte viele Menschen. Juan Jesús Muñoz pilgerte für 1.000 Kilometer, um Gelder zu sammeln, damit er in dem Zentrum, wo er arbeitete, einen Dozenten für Sonderpädagogik einzustellen. Hier können Sie die Meldung nachlesen.

    Ein Schritt weiter in Richtung Gleichberechtigung von Mädchen

    Dieses Projekt ist Teil der globalen Bewegung Girls get iqual. Das Ziel dieser guten Sache auf dem Jakobsweg besteht darin, gegen die Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, von der viele Mädchen betroffen sind, zu kämpfen.

    Im Jahr 2017 unterschrieben die Verantwortlichen dieses Projekts ein Abkommen mit der Xunta Galicia, um in dem Jahr den Schutz der Gleichberechtigung zum sozialen Zweck des Jakobsweges zu machen. Die Herbergen und viele weitere Einrichtungen des Weges wurden zu Informationsstellen, die über die soziale Problematik aufklären wollten.

    Die wunderbare Arbeit von Mario Rossi

    Die Arbeit von Mario Rossi im Wiederaufbau des Jakobsweges wird von allen Liebhabern der Jakobsroute anerkannt. Von seinen vielen Beiträgen sticht seine Arbeit zum Wiederaufbau des Camino de Uclés hervor.

    Hospitaleros Sin Fronteras

    Ein weiterer Beweis der Solidität auf dem Jakobsweg sind die Hospitaleros Sin Fronteras. Diese Initiative ist das Werk von José Mejías, ein katalanischer Pilger, der den Weg vor über zwei Jahrzehnten zurückgelegt hat und in Sarria zu einem Herbergsvater wurde, um dem Jakobsweg all das zurückzugeben, was er ihm einst gegeben hat.

    Ehrenamt auf dem Jakobsweg

    Nach einer Reise in den Senegal beschloss er, einen Teil der Solidarität, die er auf dem Jakobsweg erfuhr, mit den bedürftigsten Kindern in der ländlichen Gegend des Senegals zu teilen. Dafür gründete er eine NGO, und zwar die Hospitaleros Sin Fronteras, die zweimal im Jahr medizinisches und schulisches Material in den Senegal zu schicken.

    Der Jakobsweg ab Rom

    Eine weitere Initiative des Jakobsweges ist die von Albert Palacio. Dieser Pilger radelte für mehr als 100 Tage, an denen er 3.000 Kilometer zurücklegte, um Geld für den Kampf gegen das diffuse intrinsische Ponsgliom, eine Krankheit, die heutzutage unheilbar ist, zu sammeln.

    Radeln gegen den Krebs 

    Sergio, ein Psychologe der Asociación Española Contra el Cáncer in Jaén, hat sich auch auf den Jakobsweg gemacht, um Geld für die Krebsforschung zu sammeln. Sein Ziel war es, für jeden Kilometer des französischen Weges ab Roncesvalles einen Euro zu sammeln.

    Solidarios Non Stop

    Seit 2017 organisiert BBVA Solidarios Non Stop, eine Initiative, bei der über 150 Personen, die etwas mit dieser Bank zu tun haben, teilnehmen. Das Ziel besteht darin, den französischen Weg an nur einem Wochenende mit dem Fahrrad zurückzulegen.

    Die Strecke wird in einer Staffel zurückgelegt, auch auf Nachtetappen. In der letzten Auflage der Initiative kamen 4.200 Euro zusammen. Der Betrag wurde an Asdegal, Fundación Lukas, Down Galicia und Down Castilla y León gespendet.

    Yo quiero caminar

    Ionet Preda ist ein weiteres Beispiel der Solidarität auf dem Jakobsweg. Ihm können vier gemeinnützige Initiativen des Jakobsweges zugeschrieben werden, die Geld sammeln, um Kindern, die Prothese benötigen, zu ermöglichen, diese zu kaufen.

    Fundación Deporte y Desafío

    Die Fundación Deporte y Desafío organisierte Xacobeo Solidario del Seguro 2010, eine gemeinnützige Initiative, die es 17 Personen mit einer Behinderung ermöglichte, den Jakobsweg zu machen. An dieser Initiative waren über 20 Freiwillige beteiligt.

    Kike Ramos und die kleine Lola

    Kike Ramos und seine kleine, erst fünfjährige Tochter haben den französischen Weg gemacht, um Bewusstsein über die spinale Muskelatrophie zu schaffen. An dieser Krankheit leidet eine andere seiner Töchter. Sein Hauptziel bestand darin, für die Stiftung Fundame, die mit an dieser Krankheit leidenden Personen arbeitet, Geld zu sammeln.

    Die Welt der Reiter gegen Brustkrebs

    Zwei junge Reiter vom Club Caballista de Carmona, Manuel Bautista Benítez und Antonio Luis Martín Prado, beschlossen, den Jakobsweg ab Sevilla zu machen, um über Brustkrebs zu sensibilisieren. Dafür teilten sie in den sozialen Medien ihren gesamten Weg und hatten auf ihrer gesamten Pilgerfahrt zu Pferd ein pinkes Shirt an.

    Wie Sie sehen können, gibt es jedes Jahr mehr gemeinnützige Vereine, die den Jakobsweg für einen guten Zweck machen. Die meisten von ihnen zielen mit ihren Bemühungen darauf ab, Bevölkerungsgruppen, die an einer Krankheit oder einem sozialen Problem leiden, sichtbar zu machen und ihre gute Sache so vielen Personen wie möglich bekannt zu machen sowie Geld zu sammeln, um das Leben der Betroffenen zu verbessern.

    Bei allen handelt es sich um Geschichten der Solidarität, der Überwindung und der Liebe von denjenigen, die sich gewagt haben, den Jakobsweg für einen guten Sache zu machen. Wir finden alle unglaublich inspirierend und sie zeigen uns, dass auf den Routen des Jakobsweges etwas Wunderbares geschieht, das die menschliche Seite der Personen zum Vorschein bringt.

    Der Solidaritätsfonds von Santiago Ways

    Wir bei Santiago Ways möchten natürlich auch unseren Beitrag leisten. Deswegen haben wir beschlossen, den Solidaritätsfonds von Santiago Ways zu gründen. Sollten Sie ein soziales Projekt, das einen der folgenden Zwecke erfüllt, haben, lesen Sie sich die Grundlagen unseres Fonds durch und schicken Sie uns Ihr Projekt. Wie könnten in der Zukunft  zusammenarbeiten!

    • Die natürliche Umgebung rund um den Jakobsweg erhalten und fördern.
    • Die Lebensbedingungen einer der Gemeinschaften, durch die die Jakobsroute führt, verbessern.
    • Helfen, eine persönliche Herausforderung einer Person zu überwinden, damit der Jakobsweg eine unglaubliche Erfahrung wird.
    • Andere gemeinnützige Projekte. Schicken Sie sie uns zu und wir werden sie in Betracht ziehen.

    Wir möchten uns bei allen bedanken, die dieses Jahr dafür arbeiten, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Für heute war‘s das von uns. Wir hoffen, dass Sie diese gemeinnützigen Geschichten des Jakobsweg inspiriert haben und Sie Ihren Besuch nutzen, um selbst eine gute Sache ins Leben zu rufen.

    Sollten Sie eine andere Geschichte über die Solidarität auf dem Jakobsweg kennen, wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sie unter den Kommentaren mit uns teilen würden. Außerdem laden wir Sie dazu ein, diesen Artikel mit Ihren Freunden auf Facebook zu teilen. Somit tragen wir dazu bei, dass die Arbeit, die viele Freiwillige für einen guten Zweck auf dem Jakobsweg durchführen, anzuerkennen. 

    Buen Camino!