Das Wetter auf dem Jakobsweg

Eines der Dinge, über die sich alle Pilger Gedanken machen, ist das Wetter auf dem Jakobsweg und die Frage, was man machen soll, wenn es regnet. Es ist ganz normal, dass sich alle darüber Gedanken machen, da alle Jakobswege schließlich durch Galicien führen, eine sehr grüne Gegend, was auf ihrer intensiven und ständigen Niederschläge zurückzuführen ist.

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Im Folgenden werden wir auf die Wahrscheinlichkeit, dass es auf Ihrer Pilgerfahrt regnen wird, eingehen und Ihnen darlegen, was Sie machen sollen, sollte es auf dem Jakobsweg regnen. Obwohl der Regen nicht der beste Reisebegleiter ist, kann er mit der richtigen Vorbereitung auch seinen Reiz haben.

Wenn Sie inmitten der schönen Landschaften Galiciens wandern, mehr Pilger kennenlernen und den Kern des Weges aufsaugen möchten, dann ist die Route des Jakobsweges ab Sarria perfekt für Sie. Stellen Sie uns mehr Details zu Ihrem Reiseplan bereit und überlassen Sie uns die Organisation.







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    Galicien, macht was es will

    Ja, es ist genau so, wie es hier steht: “Galicien, Galicien, macht was es will.“ Galicien gehört zusammen mit Gegenden wie Bergen (Norwegen) weltweit zu den Orten, wo es am meisten regnet.

    Deswegen ist es sehr wahrscheinlich, dass es auf einem der Abschnitte Ihres Jakobsweges regnen wird. Man kann sagen, dass es in der galicischen Gemeinschaft alle drei Tage regnet.

    Natürlich ändert sich diese Zahl, je nachdem durch welche Region Galiciens Ihre Route führt. Dies trifft auch auf die Stärke der Regenfälle zu. In Santiago de Compostela, das Ziel aller Pilger, gibt es im Jahr bis zu 140 Regentage. Genau, fast alle zwei Tage regnet es!

    Der Regen ist dermaßen in die galicische Kultur integriert, dass es auf Galicisch über 70 verschiedene Wörter für Regen gibt. Im Folgenden werden wir eine kurze Liste mit spanischen Synonymen für das Wort Regen aufführen, die lediglich A bis C umfasst, damit Sie sich mit dem berühmten galicischen Regen vertraut machen können:

    • Arroiada oder chuvazco: starker und intensiver Niederschlag.
    • Babuña, barbuza, barrallo, barrufa, barbaña, barruñeira, borralla, boubizo: all diese Wörter werden verwendet, wenn es häufig aber nicht so stark regnet.
    • Ballón oder bategada: starker und intensiver Regen.
    • Balloada: dieser Begriff wird verwendet, wenn es plötzlich anfängt zu regnen und der intensive Regen für mehrere Tage anhält.
    • Barruzada: wenn es endlich regnet und der Regen anhält.
    • Barruzo oder breca: häufige Niederschläge begleitet von Nebel.
    • Basto oder bátega: intensiver Regen, der plötzlich anfängt aber auch nicht lange dauert.
    • Cairo: starker Niederschlag, der nicht lange anhält.
    • Cebrina oder cebrisca: vorübergehender Regen und Schnee mit starkem Wind.
    • Chaparrada oder chaparrazo: starker, intensiver Regen, der nicht lange anhält.

    Auf welchen Routen des Jakobsweges regnet es am meisten?

    Die nördlichen Routen, wie der nördliche Weg oder der Camino Primitivo, weisen ein Seeklima sowie vereinzelte Gegenden auf, in denen ein Gebirgsklima herrscht. Das Seeklima zeichnet sich durch die milden Temperaturen und die ausgiebigen Niederschläge aus, die auf die Nähe zum Ozean zurückgeführt werden können. 

    Auf dem nördlichen Weg ist es fast sicher, dass es regnen wird. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, besonders im Herbst und im Frühling. Auf dem Camino Primitivo ist die Regenwahrscheinlichkeit etwas niedriger.

    Der französische Jakobsweg verläuft etwas südlicher und führt fast ausschließlich durch Gegenden mit einem kontinentalen Mittelmeerklima. Das Wetter auf dieser Route des Jakobsweges zeichnet sich durch lange und kalte Winter sowie warme und kurze Sommer aus. Auf dieser Strecke ist der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht sehr groß.

    Die Wege durch Portugal weisen hingegen ein kontinentales atlantisches Klima auf. Auf diesen Routen des Jakobsweges ist das Wetter milder und die Regenwahrscheinlichkeit ist nicht sehr hoch, ausgenommen der Weg durch Galicien.

    In welcher Jahreszeit regnet es auf dem Jakobsweg am meisten?

    Wie in ganz Spanien, gibt es im Herbst und Winter die regnerischsten Monate des Jakobsweges. Die Regenwahrscheinlichkeit steigt ab Oktober und erreicht im Dezember und Januar ihren Höhepunkt.

    Danach sinkt die Regenwahrscheinlichkeit wieder. April und Mai sind davon ausgenommen, da in diesen Monaten eine gewisse Steigerung der Niederschläge zu verzeichnen ist. Juni, Juli und August sind die trockensten Monate des Jakobsweges.

    Allerdings bedeutet ein Rückgang der Regenwahrscheinlichkeit nicht, dass es überhaupt nicht mehr regnen wird! Wenn Sie sich im Juni auf das wunderbare Abenteuer des Jakobsweges begeben, kann es sein, dass Sie in Galicien so oder so ein Sturm erwartet.

    Trotz des schlechten Wetters, das im Winter auf vielen Routen des Jakobsweges herrscht, gibt es viele Personen, die beschließen, in dieser Jahreszeit zu pilgern. In diesen Monaten herrscht ein sehr viel strengeres Klima, es kommen aber auch andere Landschaften und sehr viel Ruhe zum Vorschein.

    Praktische Tipps, um dem Regen auf dem Jakobsweg entgegenzuwirken

    Das Wetter auf dem Jakobsweg sollte Sie niemals dazu bringen, Ihren Wunsch, nach Compostela zu pilgern, aufzugeben. Es ist egal, in welcher Jahreszeit Sie ein paar freie Tage habe, um sich auf den Weg zu machen. Der Regen sollte kein Problem darstellen, wenn Sie wissen, wie Sie sich gut vorbereiten können. Lass Sie uns sehen, was man machen kann, wenn es auf dem Jakobsweg regnet!

    Kein Grund zur Panik

    Manchmal gibt es Vorboten, dass es bald regnen wird. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, sich vor dem bevorstehenden Regenguss einen Ort zu suchen, wo Sie sich unterstellen können. Sollte der Regen intensiv sein und lange andauern, besteht eine Option darin, die Kilometerzahl dieses Abschnitts zu verringern oder sich mit einem Transportmittel zum geplanten Tagesziel bringen zu lassen.

    Manchmal geht jedoch ohne Vorwarnung ein Wolkenbruch nieder. Sollte es ohne Vorankündigung anfangen zu regnen, sollten Sie eine Kneipe oder einen Weiler aufsuchen, von denen es viele auf dem Jakobsweg gibt, um sich in Sicherheit zu bringen und etwas Warmes zu trinken.

    Machen Sie eine Pause

    Sollten Sie in der Wettervorhersage sehen, dass es Mitten auf Ihrem Jakobsweg mehrere Tage regnen wird, können Sie sich überlegen, eine Pause in einem typischen Dorf einzulegen und dort ein paar Tage zu verbringen. Wenn es auf dem Jakobsweg regnet, werden viele Dörfer zu belebten Orten, in denen sich die Pilger austauschen, während sie darauf warten, dass der Sturm vorüberzieht.

    Sollte es regnen, setzen Sie sich mit den Varianten des Jakobsweges auseinander

    Auf einigen Abschnitten des Jakobsweges wird der Bodenbelag bei Regen instabil oder sehr rutschig. Setzen Sie sich bei schlechtem Wetter mit der Strecke auseinander und analysieren Sie, ob es sich lohnt, eine der Varianten des Jakobsweges zu nehmen, um Strecken zu umgehen, auf denen man leicht ausrutschen kann.

    Sollte es regnen, setzen Sie sich mit den Varianten des Jakobsweges auseinander

    Ein Beispiel ist der Winterweg. Wenn es in O Cebreiro regnet, kann dieser gefürchtete Anstieg zur Hölle werden. Deswegen weichen viele Pilger bei schlechtem Wetter auf diesem Abschnitt des französischen Weges auf den Winterweg aus, der auch perfekt ausgeschildert ist.

    Stellen Sie sich auf jeden Fall auf Regen ein

    Wenn es darum geht, was man bei Regen auf dem Jakobsweg machen kann, ist es am wichtigsten, zu wissen, was man in den Rucksack packen soll. Es ist sogar so, dass Sie in Ihrem Rucksack die Dinge packen sollten, die Ihnen bei möglichen unvorhergesehenen Nieselregen helfen, auch wenn die Wettervorhersage keinen Regen auf Ihrem Weg meldet.

    Im Folgenden werden wir auf einige Dinge eingehen, die Ihnen bei schlechtem Wetter auf dem Jakobsweg helfen können. Es hängt davon ab, für welche Route Sie sich entscheiden, wie gut vorbereitet Sie sich auf den Weg machen müssen. Aber denken Sie daran, dass Sie früher oder später in Galicien ankommen werden und Sie dort wahrscheinlich niemand vor dem ein oder anderen Regenguss bewahrt.

    Nehmen Sie einen Regenmantel mit

    Ein Regenponcho, eine Regenjacke oder ein Regenschirm sollten sich auf jeden Fall in Ihrem Rucksack befinden, unabhängig von der Jahreszeit, in der Sie vorhaben, zu pilgern, und der Route, die Sie zurücklegen werden. Sollte es auf dem Jakobsweg regnet, werden Sie sehr dankbar sein, dieses kleine Extragewicht, das eines dieser drei Dinge darstellt, mit sich herumgetragen zu haben.

    Fragen Sie sich, ob der Regenponcho, der Regenmantel oder der Regenschirm besser ist? Im Folgenden werden wir Ihnen im Einzelnen einige ihrer Vor- und Nachteile darlegen.

    Der Regenponcho

    Stellen Sie sich vor, dass Sie auf Ihrer Pilgerfahrt nach Compostela einen regnerischen Tag haben und es genau dafür einen Regenponcho gibt. Diese Regencapes weisen hinten eine Verlängerung auf, um den Rucksack zu bedecken, und gehen etwa bis zur Hälfte des Oberschenkels.

    Der Nachteil dieser Ponchos besteht darin, dass sie größer als ein Regenmantel sind und somit auch viel Platz einnehmen und die Mobilität einschränken können. Außerdem müssen Sie sie ausziehen, wenn Sie an den Rucksack kommen möchten.

    Regenmantel und Rucksacküberzug

    Eine weitere Option ist, einen Regenmantel, der normalerweise kleiner ist, mitzunehmen, und ihn mit einem wasserdichten Rucksacküberzug zu ergänzen. Der Nachteil hierbei besteht darin, dass zwischen dem Rücken und dem Überzug eine Lücke bleibt. Sollte es auf dem Jakobsweg viel regnen, ist es wahrscheinlich, dass das Wasser durchsickert und Ihr Rucksack innen nass wird.

    Einige Rucksäcke weisen Reißverschlüsse auf, um dies zu vermeiden. Eine weitere Option ist, ein Imprägnierspray mitzunehmen und das Innere des Rucksacks bei Regen auf dem Jakobsweg einzusprühen.

    Ist bei Regen auf dem Jakobsweg ein Regenschirm brauchbar?

    Neben den Regenponchos und Regenmänteln entscheiden sich einige Pilger auch für Regenschirme. Wir empfehlen sie nicht, weil sie Ihnen bei Regen und Wind auf dem Jakobsweg nicht nützen werden. Außerdem haben Sie, wenn Sie einen Regenschirm benutzen, immer nur eine Hand frei und Sie können den Rucksack nicht richtig schützen.

    Neben den Regenponchos und Regenmänteln entscheiden sich einige Pilger auch für Regenschirme. Wir empfehlen sie nicht, weil sie Ihnen bei Regen und Wind auf dem Jakobsweg nicht nützen werden.

    Der Vorteil eines Regenschirms ist, dass man so besser das Rauschen der Natur genießen kann. Die Ponchos machen aufgrund des Plastiks besonders viel Lärm.

    Das Schuhwerk

    Wenn es auf dem Jakobsweg regnet, freuen Sie sich, wasserundurchlässige Stiefel mitgenommen zu haben. Sollten Ihre Füße nass werden, werden Sie mit den Blasen, die Sie sich aufgrund der nassen Füße laufen werden, eine schlechte Zeit haben.

    Wie schützt man die Stiefel, die nicht wasserundurchlässig sind?

    Wenn Sie allerdings schon ein Paar Stiefel haben, die nicht wasserundurchlässig sind, haben Sie ein paar Optionen, um Ihre Füße zu schützen. Dazu zählen unter anderem die Gamaschen, eine Art Regenschutz für die Stiefel. Diese können Ihnen helfen, sowohl wenn Ihre Schuhe nicht wasserundurchlässig sind als auch wenn es sehr stark regnen sollte, da dann sogar die wasserundurchlässigen Stiefel nass werden können.

    Eine weitere Option sind die Schuhüberzüge, die eigentlich für Radfahrer gedacht sind. Obwohl Sie an der Sohle über keine Verstärkung verfügen, schützen Sie die Schuhe ziemlich gut.

    Wie trocknet man die Schuhe?

    Sollte es auf dem Jakobsweg regnen und Ihre Stiefel nass werden, kann es helfen, Zeitungspapier in die Schuhe zu stecken. Wenn Sie am Etappenziel angekommen sind, fragen Sie in Ihrer Unterkunft nach, ob sie alte Zeitungen haben, oder kaufen Sie sich eine Tageszeitung. Öffnen Sie die Stiefel so weit wie möglich und füllen Sie sie mit Kugeln aus Zeitungspapier.

    Sollten sie sehr nass sein, wechseln Sie das Papier im Laufe des Nachmittags. So werden sie schneller trocknen und am nächsten Morgen werden sie wie neu sein.

    Weitere Dinge, die bei Regen auf dem Jakobsweg nützlich sein können

    Zusätzlich zu den bereits dargelegten Dingen, von denen man behaupten kann, dass sie unerlässlich sind, gibt es weitere Sachen, die Sie in Ihren Rucksack packen können und die bei Regen auf dem Jakobsweg nützlich sein können. Dazu gehören unter anderem:

    Hosenüberzüge

    Mit den Hosenüberzügen wird jede Hose wasserundurchlässig. Sie sind praktischer als Regenhosen, da Sie sie nur anziehen müssen, wenn es auf dem Jakobsweg wirklich regnet und nicht täglich.

    Sie sind perfekt für Routen oder Jahreszeiten, auf bzw. in denen man mit viel Regen rechnet und es unvermeidlich ist, im Regen zu wandern. Wenn Sie nicht mit so viel Regen rechnen, kann man auf sie verzichten.

    Plastiktüten

    Verstauen Sie ein paar Plastiktüten in Ihrem Rucksack. Diese eignen sich besonders für die Aufbewahrung Ihrer nassen Kleidung, ohne dass der Rest feucht wird.

    Sie sind nicht nur bei Regen auf dem Jakobsweg nützlich, sondern eignen sich auch als Mülltüten, wenn Sie eine Pause einlegen. Haben Sie immer ein paar Plastiktüten bei sich. Sie werden Ihnen mehrmals aus der Klemme helfen.

    Sicherheitsnadeln

    Sollte es auf dem Jakobsweg viel regnen, wird sich die nasse Wäsche ansammeln. Nehmen Sie dafür ein paar Sicherheitsnadeln mit, um ein paar Kleidungsstücke an Ihrem Rucksack zu befestigen.

    Sie können sie aufhängen, wenn es aufhört zu regnen. Sollte es jedoch viel regnen und Sie einen Rucksacküberzug haben, können Sie die Wäsche zwischen dem Rucksack und dem Überzug befestigen. Dieser Trick kann Ihnen das Leben retten!

    Mit diesem Wissen sind Sie jetzt ein Experte und Sie wissen ganz genau, was Sie machen müssen, wenn es auf dem Jakobsweg regnet. Worauf warten Sie noch? Warten Sie nicht auf die perfekte Jahreszeit, um den Jakobsweg zu machen. Jeder Zeitpunkt ist ideal und kein Monat ist regenfrei.

    Wenn Sie möchten, dass wir Ihnen bei der Organisation Ihrer Pilgerfahrt nach Compostela helfen, setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung. Außerdem kann unser Begleitfahrzeugservice und der Gepäcktransfer zwischen den Abschnitten bei Regen auf dem Jakobsweg nützlich sein.

    Buen Camino!