Die wichtigsten Symbole des Jakobsweges

Jedes Jahr machen viele Pilger den Jakobsweg, indem sie den Zeichen und Symbolen, die die Routen kennzeichnen, besonders dem berühmten gelben Pfeil, folgen. Jedoch ist der Pfeil des Jakobsweges nicht die einzige Markierung, auf die Sie unterwegs treffen werden, obwohl er am bekanntesten und am einfachsten zu folgen ist.

Die Symbole des Jakobsweges sind eindeutig. Wenn Sie also eine Jakobsmuschel, einen gelben Pfeil oder einen Kilometerstein sehen, wissen Sie, dass Sie richtig sind, und zwar auf dem Jakobsweg.

Die gelben Pfeile, Jakobsmuscheln, Kilometersteine und Steinhügel sind nur ein paar der Symbole, die den Pilgern helfen, auf den Routen des Jakobsweges nach Compostela zu gelangen. Deswegen lautet unsere Antwort auf die Frage „Werde ich mich auf dem Jakobsweg verlaufen?“ immer „Wenn Sie auf die Zeichen achten, kann dies nicht so leicht passieren.

Um all denjenigen zu helfen, die Angst haben, sich auf dem Jakobsweg zu verlaufen, haben wir beschlossen, diesen Artikel zu schreiben, in dem wir die Schilder und die Bedeutung der Zeichen des Jakobsweges zusammenfassen.

In den folgenden Absätzen werden Sie Informationen zum Ursprung und zur Geschichte der gelben Pfeile, über die Bedeutung der Jakobsmuschel als Symbol des Jakobsweges und zur Interpretation der Symbole, die auch darauf hindeuten, dass Sie auf dem richtigen Weg sind, finden.

Wir werden damit fortfahren, aber vorher noch Folgendes: Möchten Sie den Jakobsweg ab Sarria machen? Wir bei Santiago Ways sind Experten und freuen uns Ihnen bei der Organisation dieses Abenteuers zu helfen. Sagen Sie uns, wann Sie pilgern möchten, und überlassen Sie alle Vorbereitungen uns.



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    Gab es die Zeichen des Jakobsweges schon immer?

    Nein, der Jakobsweg war früher nicht ausgeschildert. Im Mittelalter, besonders in den ersten Jahren der Pilgerfahrt nach Compostela, verliefen sich viele Pilger in den Bergen. Viele starben, bevor sie das Grab des Apostels Jakobus erreicht hatten.

    Im Laufe der Zeit und mit der Festigung der Pilgerfahrt begann man den Jakobsweg mit Kreuzen und Steinhügeln auszuschildern, um den Pilgern die Wanderung zu erleichtern.

    Dieses System war besonders in den warmen Jahreszeiten nützlich. Im Winter wurden viele der Zeichen, die die Wanderer vorher aufgestellt hatten, um den Jakobsweg auszuschildern, von Schnee bedeckt.

    Die heutige Beschilderung des Jakobsweges hat ihre Anfänge in den 1970er Jahren. Diese Arbeit konnte zu großen Teilen dank der Mühe von Elías Valiña durchgeführt werden. Im Folgenden werden wir Ihnen erzählen, wie dieser Pfarrer von O Cebreiro diese berühmten gelben Pfeile schuf und die Beschilderung des Jakobsweges vorantrieb.

    Die gelben Pfeile des Jakobsweges

    Die gelben Pfeile sind zusammen mit den Jakobsmuscheln und den Kilometersteinen die bekanntesten und bedeutendsten Symbole des Jakobsweges. Auf allen Jakobsrouten ist es üblich, gelbe Pfeile zu finden, die auf Mauern, Steinen, Baumstämmen oder auch auf Fassaden von Wohnhäusern gemalt sind.

    Geschichte der gelben Pfeile

    Der Ursprung der gelben Pfeile des Jakobsweges geht auf das Jahr 1984 zurück. Ihr Schöpfer war Elías Valiña, der Pfarrer von O Cebreiro. Er studierte kanonisches Recht und schrieb seine Doktorarbeit über den Jakobsweg.

    Nachdem er sich gewissenhaft mit dem französischen Jakobsweg auseinandergesetzt hatte, beschloss Elíasaufgrund der wenigen Pilger, die zu der Zeit nach O Cebreiro kamen, ab Saint Jean de Port die Strecke mit Zeichen zu markieren.

    Die gelbe Farbe der Pfeile

    Es wird gesagt, dass die gelbe Farbe reiner Zufall war. Laut seiner Familie und seinen Freunden fand Elías Valiña eines Tages eine Gruppe von Arbeitern, die auf der Landstraße Zeichen gemalt haben und viel Farbe übrighatten. Der Pfarrer von O Cebreiro zögerte nicht lange und kaufte ihnen die restliche Farbe ab, um mit der Beschilderung des Jakobsweges zu beginnen.

    Es gibt jedoch auch manche, die behaupten, dass Elías Valiña nichts unerforscht ließ. Sie sagen, dass er Gelb wählte, weil man in Frankreich diese Farbe benutzte, um die Bergrouten zu kennzeichnen. Außerdem war Gelb eine sehr auffällige Farbe, die dem Lauf der Zeit standhalten konnten.

    Elías begann seine Arbeit mit den Zeichen des Jakobsweges, die sich in der näheren Umgebung von O Cebreiro befanden, und gab mit einem gelben Pfeil die Richtung des Weges an. Als er jedoch fertig war, realisierte er, dass immer noch sehr viel Farbe übrig war. Somit machte er mit der Beschilderung des kompletten französischen Jakobsweges weiter.

    Die ersten aufgemalten gelben Pfeile zur Beschilderung des Jakobsweges befinden sich in der Nähe von O Cebreiro.

    Es wird erzählt, dass Elías Valiña beim Beschildern der Strecke auf die Guardia Civil traf. Die gelben Pfeile hatten sie neugierig gemacht und die Angst geweckt, dass er eine Route für die Terroristen ausschilderte. Sie fragten den Pfarrer, was der Zweck dieser gelben Pfeile war und Elías Valiña antwortete Folgendes:

    “Ich bereite eine Invasion vor”

    Wörter von Elías Valiña (Schöpfer der gelben Pfeile des Jakobsweges)

    Heute zweifelt keiner daran, dass der Pfarrer von O Cebreiro seine Antwort ehrlich gemeint hatte. Vielleicht konnte nicht einmal er sich vorstellen, wie viele Personen seine Zeichen folgen würden, um nach Santiago de Compostela zu gelangen.

    Popularisierung der gelben Pfeile

    Im Jahr 1987, als der Jakobsweg zum Kulturweg des Europarats erklärt wurde, wurde die Arbeit von Elías als Vorbild für die Beschilderung genommen, sodass man begann, alle Jakobsrouten mit den gelben Pfeilen auszuschildern.

    Im Jahr 1989 starb Elías Valiña im Alter von 60 Jahren. Vor seinem Tod bat er seine Verwandten als letzten Willen, dass die gelben Pfeile als Zeichen auf dem Jakobsweg fortbestehen sollten. Seine Freunde und die Vereine der Freunde des Jakobsweges, von denen viele dank im entstanden sind, sorgten dafür, seinen letzten Wunsch zu erfüllen.

    Somit wurde der gelbe Pfeil zu einer weiteren Spiegelung des Geistes, den man auf den Routen des Jakobsweges spürt, da es sich um ein Zeichen ohne Ansprüche und Logos handelt und von wer weiß wem angebracht wurde. Es ist eine Geste der Solidarität, die verhindert, dass sich die Pilger auf ihrem Weg nach Santiago verlaufen.

    Ausbau der Beschilderung des Jakobsweges

    Dank der Eingliederung der Zeichen auf dem Jakobsweg und der vielen Kommunikations- und Verbreitungsbemühungen sowie der Anpassung der Infrastruktur wurde das Heilige Compostelanische Jahr 1993 zu einem vollen Erfolg. Damit wurde der Ausbau des Zeichennetzes des Jakobsweges abgeschlossen.

    Obwohl der gelbe Pfeil des Jakobsweges das vorherrschende Zeichen ist, breitete sich so langsam ein Gemisch von verschiedenen Beschilderungen aus. Im Jahr 2018 ordnete der Jakobsrat an, dass ausschließlich der gelbe Pfeil zusammen mit der Jakobsmuschel als Symbol der Beschilderung des Jakobsweges benutzt werden sollte.

    Es wurde auch verboten, dass Restaurants, Geschäfte oder Unterkünfte des Jakobsweges den gelben Pfeil benutzen, um ihre Lage auszuschildern. Allerdings verwenden heutzutage immer noch viele Geschäfte den gelben Pfeil, um die Pilger zu ihren Türen zu führen. Dieses Verhalten wird immer mehr verfolgt und stärker bestraft.

    Elías Valiña und sein Werk auf dem Jakobsweg

    Obwohl der Pfarrer von O Cebreiro als Schöpfer eines der bedeutendsten Symbole des Jakobsweges in die Geschichte eingeht, ist sein Werk der Wiederherstellung der Jakobsrouten nicht auf die Schöpfung des gelben Pfeils begrenzt. Elías Valiña war ein wichtiger Förderer des Jakobsweges. Dank seiner Arbeit konnte ein Großteil der Jakobstradition zurückgewonnen werden.

    Elías hat auch zur Entstehung des Bulletins des Jakobsweges beigetragen, das sich mit der Gegenwart der Routen beschäftigte. Dies führte dazu, dass das Interesse an die Jakobstradition stieg. 1987 wurde das Bulletin von der Zeitung Peregrinoersetzt.

    Außerdem war Elías Valiña ein wichtiger Förderer der Restauration von O Cebreiro. Sie wurde 1971 mit der Eröffnung des ethnografischen Komplexes abgeschlossen. Das alles führte dazu, dass der Pfarrer von O Cebreiro 1985 zum Jakobswegbeauftragten ernannt wurde.

    Weitere Zeichen des Jakobsweges

    Wie wir es Ihnen bereits zuvor gesagt haben, verbreiteten sich zusammen mit dem Pfeil des Jakobsweges weitere Zeichen, von denen viele fortbestehen. Im Folgenden legen wir Ihnen dar, welche anderen Symbole Sie noch auf dem Jakobsweg finden können.

    Die Jakobsmuschel als Symbol des Jakobsweges

    Von allen Symbolen, die Sie auf dem Jakobsweg vorfinden werden, sind der Pfeil und die Jakobsmuschel die einzigen offiziellen Zeichen. Deswegen sind sie am zuverlässigsten.

    Im Gegensatz zum Pfeil, dessen Interpretation extrem einfach ist, da er immer in die Richtung zeigt, in die man gehen muss, ist die Jakobsmuschel komplizierter. Wie wir Ihnen in dem Artikel zum Ursprung und zur Symbolik der Jakobsmuschel darlegen, kann dieses Zeichen mehrere Bedeutungen haben, je nachdem ob Sie in Galicien oder in einer anderen Gemeinschaft sind.

    Kilometerstein des Jakobsweges

    Die Kilometersteine werden Sie auch häufig auf dem Jakobsweg vorfinden. Jedoch werden Sie in Galicien öfter benutzt, und zwar werden sie alle 500 Meter aufgestellt. Sie bestehen hauptsächlich aus Beton.

    Dort wird in Kilometern die Entfernung zur Kathedrale angegeben. Sie sind normalerweise mit einer blauen Kachel verziert, auf der die Jakobsmuschel abgebildet ist. Ein gelber Pfeil ergänzt sie häufig, damit die Kennzeichnung der Richtung des Jakobsweges noch eindeutiger ist.

    Flurkreuze bzw. Milladoiros

    Die Flurkreuze bzw. Milladoiros (auf Galicisch) sind auch gültige Zeichen, um zu wissen, ob Sie dem Jakobsweg richtig folgen. Bei den Flurkreuzen handelt es sich um Steinhügel, die die Pilger selbst bauen. Es sind das Äquivalent der Steinkreuze, die die Wanderer im Mittelalter aufstellten.

    Das bekannteste Flurkreuz des Jakobsweges befindet sich auf dem höchsten Punkt des französischen Weges, am Cruz de Ferro (Eisenkreuz). Bei den Flurkreuzen handelt es sich um Steinhügel, die die Pilger selbst bauen.

    Das bekannteste Flurkreuz des Jakobsweges befindet sich auf dem höchsten Punkt des französischen Weges, am Cruz de Ferro (Eisenkreuz). Dort werfen die Pilger traditionsgemäß einen Stein hin, der so groß ist wie ihre Trauer oder Sünden.

    Zeichen des GR-Fernwanderwegenetzes auf dem Jakobsweg

    Einige Routen des Jakobsweges decken sich mit den Strecken des GR-Fernwanderwegenetzes, weswegen man auf einigen Abschnitten ergänzend dieser Beschilderung folgen kann. Ein Beispiel ist der Abschnitt, der durch Navarra führt. Bei den Zeichen des GR handelt es sich um zwei Streifen, einen weißen und einen roten.

    Miliarium

    Ein weiteres Symbol, das es auf einigen Routen gibt, wie auf dem portugiesischen oder französischen Jakobsweg, ist das Miliarium. Hierbei handelt es sich um Steinsäulen, die sich auf den Abschnitten, die auf der antiken Römerstraße verlaufen, befinden.

    Wie der Name schon sagt (mittellateinisch miliarium = Anzahl von tausend Stück), werden Sie auf dem Jakobsweg alle tausend Schritte auf diese Zeichen treffen, was eine römische Meile entspricht. Diese Zeichen dienen nicht der Richtungsangabe, sondern lediglich zur Bestätigung, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

    Holzkreuze

    Ein weiteres Zeichen, das Ihnen auf dem Jakobsweg als Orientierungshilfe dienen kann, sind die Holzkreuze, die die Pilger an den Zäunen entlang der Routen befestigen. Diese Beschilderung ist auch das Ergebnis der Errichtung von Bräuchen und Traditionen auf dem Jakobsweg.

    Wie man den Zeichen des Jakobsweges folgen sollte, um sich nicht zu verlaufen

    Heutzutage sind fast alle Routen des Jakobsweges, die als offiziell gelten, gut ausgeschildert. Alle paar Kilometer werden Sie auf eines der Zeichen treffen, die wir hier in diesem Artikel dargelegt haben.

    Zum Schluss möchten wir Ihnen jedoch noch ein paar Tricks erklären, um der Beschilderung des Jakobsweges zu folgen oder um im Zweifelsfall zu handeln:

    • Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie sich verlaufen haben, heben Sie den Kopf. Wahrscheinlich sehen Sie in ein paar Metern einen gelben Pfeil, der den Weg weist.
    • Sollten Sie eine Nebenstraße erreichen, machen Sie sich keine Sorge, wenn Sie keine Beschilderung vorfinden. Sie taucht an Orten auf, wo der Pilger sich verlaufen könnte. Wenn Sie geradeaus weiterlaufen, können Sie sich nicht verlaufen.
    • An den Kreuzungen, wo es kein Zeichen gibt, das Ihnen zeigt, wo der Jakobsweg verläuft, gehen Sie immer geradeaus weiter.

    Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel gefallen hat und dass die von uns bereitgestellte Information hilfreich sein wird. Sollten Sie ein anderes Zeichen oder Symbol kennen, das auf dem Jakobsweg nützlich sein kann, würden wir uns freuen, wenn Sie es mit uns teilen würden. Lassen Sie uns einfach einen Kommentar da.

    Zum Abschied möchten wir Sie nur noch daran erinnern, dass wir bei Santiago Ways Ihnen gerne helfen, wenn Sie den Jakobsweg mit einem spezialisierten Reisebüro machen möchten. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns auf unserer Facebook-Seite.

    Buen Camino!